Kammerorchester und Blockflötenensemble zeigten ihr Können mit festlicher Musik

Einheit aus der Vielstimmigkeit

In der Martinskirche war die Musikschule des Kreises Hersfeld-Rotenburg mit ihrem Weihnachtskonzert zu Gast. Unser Bild zeigt das Kammerorchester unter Leistung von Wolfram Waldeck. Foto: Janßen

Bad Hersfeld. Es war ein anspruchsvolles Programm mit festlicher Musik, zu dem Schüler und Lehrer der Musikschule in die adventlich geschmückte Martinskirche eingeladen hatten.

Mit Werken von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach wartete das Kammerorchester unter der Leitung von Wolfram Waldeck auf. Das Blockflötenensemble, das von Bärbel May geleitet wurde, setzte dazu weihnachtliche Akzente mit Sätzen von Jiri Laburda und Waldram Hollfelder.

Anlaufstelle für Kinder

Obwohl in diesem Jahr nur zwei der zahlreichen Ensembles das vorweihnachtliche Programm bestritten, wurde einmal mehr deutlich, dass die Musikschule nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle für eine relativ große Zahl von Kindern und Jugendlichen ist. Hier haben sie die Möglichkeit, sich intensiv mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen auseinanderzusetzen und zu entdecken, wie beim gemeinsamen Musizieren aus der Vielstimmigkeit am Ende eine wirkliche Einheit werden kann.

In der zu Beginn gespielten Streichersinfonie G-Dur hatten beide Streicherensembles gemeinsam ihren Auftritt, während der „Winter“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und das Bachsche Doppelkonzert d-moll anschließend den fortgeschrittenen Mitgliedern des Orchesters vorbehalten war.

Wer häufiger bei Konzerten der Musikschule zu Gast ist, konnte bei dieser Gelegenheit feststellen, dass sich das Ensemble trotz der umfassenden Wechsel in der Besetzung während der vergangenen zwei Jahre sehr positiv entwickelt hat. So wurde für dieses Konzert ein technisch und musikalisch ambitioniertes Programm einstudiert. Das Ergebnis der intensiven Probenarbeit konnte sich mit seinem festlich-barocken Charakter durchaus hören lassen.

Klanglich abgerundet wurden die Orchesterwerke durch die Solisten Jürgen Nothbaum (Oboe) und Wolfram Waldeck (Violine). So wurden in Vivaldis „Winter“ die Begleiterscheinungen der Jahreszeit wie Kälte, Wind, zersplitterndes Eis und der Genuss der wohligen Wärme am Kamin deutlich hörbar und im Bachschen Doppelkonzert führten Oboe und Violine ein musikalisches Zwiegespräch.

Eine kontinuierlich positive Entwicklung ist auch beim Blockflötenensemble deutlich hörbar, das Bärbel May vor zwei Jahren wieder belebt hat. Mit abwechslungsreichen und ansprechenden vierstimmigen Sätzen brachten die jungen Bläser vorweihnachtliche Stimmung in die gut besetzte Kirche.

Mit anhaltendem Applaus honorierte das Publikum die Leistung der Nachwuchsmusiker, die anschließend gemeinsam mit der Martinskirche zu Kaffee und weihnachtlichen Plätzchengenüssen einluden. (uj)

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