Entscheidung fiel auf Buch von Mathias Nolte

Einfühlsam, aber nicht schmalzig

Steht bald sicher in vielen Regalen: „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Der Titel klingt zunächst etwas sperrig, und „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“ ist noch ein Insidertipp. Aber das Buch von Mathias Nolte wird viele Menschen zum Lesen animieren und begeistern, ist sich die Jury der Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ sicher.

Dr. Thomas Handke, Vorsitzender des Kulturausschusses, Christel Zimmermann von der Hoehlschen Buchhandlung und Frank Effenberger, Leiter der Konrad-Duden-Stadtbibliothek, haben das Buch gestern offiziell vorgestellt. „Das Buch ist gut geeignet“, sagte Handke, der „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“ als leichten und gut lesbaren Unterhaltungsroman bezeichnete, der aber dennoch nicht trivial sei.

Suche nach einem Gemälde

„Das ist ein Buch, das man gerne gerne liest und bei dem man dran bleibt. Es ist einfühlsam, aber nicht schmalzig“, so Handke weiter. Zudem enthalte das Buch zwar einige erotische Szenen, die jedoch nicht plump oder gar anrüchig seien. Es geht vordergründig um eine Frau, die ein verschwundenes Gemälde sucht, gleichzeitig ist das Werk Noltes, in dem es zwei Ebenen gibt, aber auch eine Liebesgeschichte (siehe unten).

Nachdem der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld den ersten Vorschlag der Jury, Timur Vermes Beststeller „Er ist wieder da“, abgelehnt hatte, habe sich die Jury noch einmal die ursprüngliche Liste mit Vorschlägen vorgenommen. In die engere Auswahl kamen drei Bücher. „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“ setzte sich schließlich gegen „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge und „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“ von Florian Illies durch. Für Noltes Werk habe neben neben der guten Lesbarkeit gesprochen, dass es als Taschenbuch erhältlich ist, und dass der Autor bereits sein Interesse an einer Lesung in Bad Hersfeld bekundet hat. Unterschrieben sei zwar noch nichts, aber wenn alles klappt, kommt Mathias Nolte am 14./15. November in die Kur- und Festspielstadt.

Los gehen soll es mit den Veranstaltungen rund um „Bad Hersfeld liest ein Buch“ nach den Sommerferien, der Schwerpunkt der Lese-Aktion soll dann wieder im November liegen.

Wer sich mit eigenen Ideen an „Bad Hersfeld liest ein Buch“ beteiligen möchte, kann sich ab sofort an Frank Effenberger unter bibliothek@bad-hersfeld.de wenden, im Mai soll auf der städtischen Internetseite eine Sonderseite eingerichtet werden. „Es gibt hier viele kulturell interessierte Leser, für die die Aktion fest zum Jahresablauf gehört“, setzt Christel Zimmermann auf regen Zuspruch. Wer sich „Louise...“ nicht kaufen möchte, kann es in de Bibliothek ausleihen, bald auch als E-Book. Außerdem soll das Buch wieder an verschiedenen Orten in der Stadt ausgelegt werden.

Von Nadine Maaz

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