Vor 10 Jahren gründete Heidemarie Schott erste Fibromyalgie-Gruppe in der Region

Eine wirkliche Lebenshilfe

Seit zehn Jahren Gruppenleiterin: Heidemarie Schott

Bad Hersfeld. Vor zehn Jahren hat Heidemarie Schott aus Bad Hersfeld die erste Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe in der Region gegründet und setzt seitdem diese wichtige ehrenamtliche Arbeit im Kampf gegen chronische Schmerzen fort.

Nach einer jahrelangen Odyssee von Arzt zu Arzt wurde ihr in einer Wiesbadener Rheumaklinik von Spezialisten endlich die Diagnose Fibromyalgie gestellt. Einem Aufruf in der Hersfelder Zeitung folgten 33 Frauen und erschienen zum Gründungstreffen am 5. Juni 2000 in der Gaststätte Krebs am Johannesberg.

An jedem zweiten Montag

Spontan wurde beschlossen, sich einmal im Monat zu treffen, um sich über die Krankheit, wirksame Medikamente und sinnvolle Rehabilitationsverfahren auszutauschen. Das ist bis heute so geblieben. Jeweils am 2. Montag im Monat nutzt die auf über 50 Mitglieder angewachsene Gruppe im Hotel „Jägerhof“ die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und für geselliges Beisammensein.

Die emotionale Unterstützung von Heidemarie Schott mit ihrem ansteckenden Lachen und ihrer positiven Energie ist für die Frauen mit chronischen Schmerzen eine wirkliche Lebenshilfe. „Wer meint, wir sind eine Ansammlung trauriger und nörgelnder Frauen, täuscht sich gewaltig“, versichert sie.

Wasser- und Trockengymnastik und einmal im Jahr ein entspannendes Wellness-Wochenende stehen auf dem Wohlfühlprogramm.

Heidemarie Schott hat sich von Anfang an mit ihrer zeitaufwändigen, schwierigen Aufgabe als Gruppenleiterin identifiziert – hartnäckig in der Sache und immer auf dem neuesten Stand rund um die Fibromyalgie. Bis heute hat sie nicht nur Durchhalte-, sondern großes Durchsetzungsvermögen bewiesen, besonders wenn es um die Anerkennung der Erkrankung geht. Das wurde bereits mit der Verleihung des Merci-Ehrenamtspreises honoriert.

Ihren unermüdlichen Einsatz würdigen auch die Gruppenmitglieder. Monika Beisheim: „Trotz ihrer eigenen Erkrankung macht sie sich soviel Mühe uns zuliebe.“ Durch ihre konsequente Aufklärungsarbeit konnte Heidemarie Schott vielen Betroffenen zu einer Diagnose verhelfen und die niedergelassene Ärzteschaft für das Krankheitsbild sensibilisieren.

Besuche von Selbsthilfetagen in Fulda und Rotenburg, Schulungen in Fachkliniken und Vorträge mit Fachärzten wurden organisiert.

Über ein Jahr lang dauerte die Vorbereitung für das Hessische Fibromyalgie-Forum mit begleitender Ausstellung am 21.Oktober 2006, die Heidemarie Schott als damalige Landesansprechpartnerin der Fibro-Gruppen Hessen übernahm.

Die von ihr eingerichtete Internetseite www.fibromyalgiehilfe.de wurde immerhin schon mehr als 30 000 Mal angeklickt.

Von Gudrun Schmidl

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