Eine Trennung verarbeiten: So gelingt der Abschied aus der Partnerschaft

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Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie Sie brauchen, um eine Trennung zu verarbeiten. Familie und Freunde, aber auch darauf spezialisierte Beratungsstellen, können Sie dabei unterstützen.

Statistisch gesehen dauert eine Ehe in Deutschland nur knapp 15 Jahre. Jeder Dritte hat bereits die Erfahrung einer Scheidung machen müssen. Dabei sind auch häufig Kinder im Spiel. Doch wie lässt sich eine Trennung verarbeiten? Wir geben Ihnen einige hilfreiche Tipps für den sauberen Schlussstrich.

Vorbereitung auf eine Trennung

In der Partnerschaft kriselt es schon lange und es ist kein Ausweg in Sicht. Dann kann die Auflösung der Beziehung langfristig für alle Beteiligten das Beste sein. Nicht immer muss die große Liebe auch mit großer Dramatik enden. Eine klare Trennung lässt sich sogar vorbereiten. Vor allem wenn Kinder im Spiel sind, sollten sich beiden Elternteile um eine faire Lösung bemühen. Es ist sinnvoll, sich gemeinsam mit den Kindern zu einem ruhigen Gespräch zusammenzusetzen. Diese Fragen helfen Ihnen im Vorfeld, einen klaren Kopf zu bewahren:

  1. Wovon möchten Sie sich unbedingt trennen, was tut Ihnen nicht gut?
  2. Was nehmen Sie aus dieser Partnerschaft an Erfahrung mit?
  3. Wie geht es nach der Trennung weiter? Sind Sie finanziell unabhängig?
  4. Wie können Sie weiterhin gemeinsam für Ihre Kinder da sein?

Ist eine Trennung beschlossen, können Sie sich Hilfe bei Experten suchen. Im Falle einer Scheidung ist es hilfreich, einen Rechtsanwalt um Rat zu fragen. Auch Beratungsstellen wie Pro Familia bieten Unterstützung, auch telefonisch oder im Internet.

Zögern Sie nicht, psychologische Hilfe für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Denn eine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess, der viel Kraft kostet und Zeit braucht. Einige Therapeuten haben sich sogar auf Liebeskummer spezialisiert.

So können Sie eine Trennung verarbeiten

Im Falle einer Trennung müssen Sie vor allem mit den seelischen Verletzungen fertig werden. Die gute Nachricht ist: Liebeskummer läuft meist in immer gleichen Phasen ab – ein Ende ist also in Sicht.

  1. Erste Vorahnung: Ein ungutes Gefühl schleicht sich in die Partnerschaft ein. Sie spüren: Hier ist bald etwas zu Ende, auch wenn Sie es nicht wahrhaben möchten.
  2. Erstarrung: Ist die Trennung vom Partner ausgesprochen, fühlen Sie sich wie gelähmt. Sie sind kaum in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen.
  3. Aktionismus: Sie tun alles, um die Beziehung doch noch zu retten. Sie möchten eine Reaktion vom geliebten Menschen erhalten, egal ob positiv oder negativ.
  4. Wut: Sie gestehen sich ein, dass die Beziehung vorbei ist. Sie sind wütend und toben innerlich. Doch genau diese Phase kann neuen Tatendrang, eine neue Kreativität wecken.
  5. Akzeptanz: Die Trauerarbeit beginnt. Sie wollen die Trennung verarbeiten. Vielleicht möchten Sie sich zurückziehen. Oder Sie haben das Bedürfnis nach Ablenkung. Was immer Ihnen gut tut, leben Sie es aus. Und freuen Sie sich auf das, was nach dem Verarbeiten der Trennung folgt.

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