Gottesdienst wurde per Satellit aus Bad Hersfeld in weitere Gemeinden übertragen

Eine Predigt geht auf Sendung

Markus Ort (links) und Jean-Marie Iparec sitzen bei der Übertragung an den Mischpulten in der Bad Hersfelder Kirche. Foto: nh

BAD HERSFELD. Wer am Sonntagvormittag den Verkehrsknotenpunkt an der Neuapostolischen Kirche in der Simon-Haune-Straße passierte, staunte nicht schlecht: Vor dem Kirchengebäude war ein mobiler Sendewagen mit einer großen Antenne stationiert, wie man es von Fernsehveranstaltungen her kennt.

Der Kirchenpräsident der Gebietskirche Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Bezirksapostel Bernd Koberstein, hielt einen Gottesdienst für den Kirchenbezirk Hersfeld-Lauterbach. Da der Platz in der Bad Hersfelder Kirche nicht ausreichte, entschloss sich der Bezirksvorsteher Reiner Imhof den Gottesdienst via Satellit in weitere acht Gemeinden des Kirchenbezirks übertragen zu lassen. Dank modernster Technik war es möglich, dass neben 450 Teilnehmern in der Bad Hersfelder Kirche weitere 700 Gläubige den Gottesdienst miterleben konnten.

Hunderte Meter Kabel

Markus Ort und Marcel Trzeciak vom Übertragungsteam der Gebietskirche erläuterten, dass alle Ton- und Bildsignale je nach Regieanweisung an eine Sendestation übergeben werden. „Hierzu nutzen wir zwei große Kameras auf der Empore, die mit Kameraleuten besetzt sind.

Eine weitere ist im Kirchenraum installiert. Mehrere hundert Meter Kabel wurden für die Tonsignale verlegt“, sagen die beiden Techniker. Lothar Proll, Mitarbeiter von Media-Broadcast, dem größten deutschen Dienstleister für Bild- und Tonübertragungen, erklärt den Weg zum Satelliten: „Die aufbereiteten Bild- und Tonsignale werden von unserer Sendestation zu einem Satelliten in 36 000 Kilometern Höhe gesandt und in den Studios des kircheneigenen Verlags Friedrich Bischoff in Frankfurt empfangen. Dort werden sie verschlüsselt aufbereitet und wiederum an den Satelliten übergeben. Danach können Bild und Ton in den Gemeinden empfangen werden. Für den Weg aus Bad Hersfeld bis in die Empfangsgemeinden legen Ton- und Bildsignale 144 000 Kilometer in drei Sekunden zurück.“ erläutert Lothar Proll abschließend. (red/fse)

Kommentare