Flüchtlingskinder und Kinder aus Bad Hersfeld hatten Spaß beim Spielen, Toben und Basteln – Kontakte auch zwischen Eltern

Für eine kurze Zeit nicht traurig sein

Verständigung auch ohne Sprachkenntnisse: Bei der Kinderferienwoche des CVJM hatten deutsche und Flüchtlingskinder viel Spaß bei Sport und Spiel und anderen gemeinsamen Aktionen. Das klappte auch über Sprachbarrieren hinweg. Die Eltern wurden ebenfalls miteingebunden. Foto: nh

Bad Hersfeld. Eine Kinder-Ferien-Woche mit besonderem Schwerpunkt der Begegnung von Flüchtlingskindern mit deutschen Kindern hat jetzt beim CVJM Bad Hersfeld stattgefunden.

Kinder-Ferien-Wochen sind nicht neu in der Arbeit des CVJM, aber dieses Jahr entstand aus der aktuellen Situation die Idee, zusätzlich zu den Hersfelder Kindern auch und vor allem Kinder aus Flüchtlingsfamilien einzuladen, erläutert CVJM-Leiter Andreas Schrauth. Trotz großer Bedenken bezüglich der sprachlichen Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, entwickelten sich gemeinsame Tage des fröhlichen Miteinanders.

Jeweils etwa 35 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Kulturen nahmen regelmäßig von morgens 9 bis nachmittags um 17 Uhr an den angebotenen Programmpunkten teil. Das Programm gestaltete sich abwechslungsreich. Neben Spiel, Sport (die Geistalschule stellte dankenswerterweise ihre Turnhalle zur Verfügung) und Musik wurde gebastelt, fanden Besuche auf dem Bauernhof, im Niedrigseilgarten und Kirchturmbesteigungen statt. Die benachbarte Feuerwehr lud zu einer interessanten Informationsrundfahrt ein.

Ein fester Bestandteil des Tages war das gemeinsame Mittagessen für die Kinder und die täglich etwa 15 bis 20 Mitarbeiter. Den Abschluss jeden Tag bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken mit den Eltern der Kinder, die zahlreich erschienen, sodass sich trotz sprachlicher Grenzen sehr interessante und bewegende Kommunikationen entwickelten.

Eltern halfen mit

Zahlreiche Eltern integrierten sich sehr schnell in die alltägliche Arbeit und halfen durch Küchenarbeit, Kuchenbacken und sportliche Angebote.

Neben dem Programm und dem gegenseitigen Kennenlernen der Kinder sind in der Woche auch zwischen den Erwachsenen viele Beziehungen entstanden, die sicher helfen werden, Nöte, Hintergründe und die aktuelle Situation der Flüchtlinge besser zu verstehen und eventuell zu helfen und die natürlich auch zur Integration beitragen können, freut sich Andreas Schrauth.

„Wenn wir an Zuhause denken, überfällt uns Traurigkeit, aber wenn wir hier sind, kann die Traurigkeit für ein paar Stunden überwunden werden.“ Sätze dieser Art sind ausreichend Belohnung für die geleistet Arbeit.

Die Arbeit wurde hauptsächlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern des CVJM getragen, die unterstützt wurden von Mitgliedern anderer Gemeinden und Schülern der Powi-AG der Modellschule Obersberg. (red/zac)

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