Drittes Projektforum der Zukunftskonferenz mit konkreten Ergebnissen – Fortsetzung des Dialogs gesichert

Eine ideale Zukunft erdenken

Christa Bittner, Joachim Lindner und Martin Ködding (von links) gehören ebenso wie Reinhard Faulstich (2. Reihe links) zur Steuergruppe der Zukunftskonferenz. Rechts im Bild Moderator Dr. Meinolf Peters. Foto: Schmidl

Hersfeld-Rotenburg. „Die Zukunftskonferenz ist keine Eintagsfliege“ – das hatte Sparkassenvorstand Reinhard Faulstich als Gastgeber des 2. Forums im Sommer 2009 festgestellt und das bestätigte sich beim dritten und letzten Projektforum der Zukunftskonferenz „Miteinander leben – Altern als Chance“ im Kreissitzungssaal.

Die Sparkasse gehört gemeinsam mit der Klinik am Hainberg, dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem Klinikum Bad Hersfeld zu den Initiatoren der im Herbst 2008 einberufenen Zukunftskonferenz, bei der sich neun Projektgruppen gebildet haben. Ellen Ehring und Dr. Meinolf Peters freuten sich, als Moderatoren überwiegend positive Ergebnisse präsentieren zu können:

Corinna Schrader von der Wirtschaftsförderung des Landkreises berichtete über das Projekt „Marketing für den Landkreis“. Hier wurde ein Konzept erstellt, das die Stärken und Ressourcen unserer Region darstellt und als Firmen- und Lebensstandort attraktiv macht. Inzwischen wurden die Agenturen EKB-Webdesign und Ultraviolett mit der Gestaltung von Flyern, Informationsordnern und einem Internetportal als Werbegrundlage beauftragt.

Gute Fortschritte macht auch der Aufbau eines medizinisch-sozialen Netzwerkes. Inzwischen wurden 900 Daten unter anderem von Ärzten, Heilpraktikern, Theologen, Therapeuten, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen und Kindertagesstätten erfasst, die bis Ende Januar über Internet abrufbar sein sollen.

Als „Brücke in die Zukunft“ bot sich Ronald Loot als Projektleiter der Gruppe „Ehrenamt macht das Leben bunt“ mit einem Rückblick auf die erfolgreiche 1. Ehrenamtsmesse im Frühjahr und Verweis auf eine weitere angedachte Ehrenamtsmesse im Jahr 2011 in Bebra oder Rotenburg an.

Die „Wertschätzer“, die eine enge Verbindung zwischen Alt und Jung herstellen wollen, haben für ihre erste große Veranstaltung im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle am 25. Februar mit dem Kinderbuchautor und Liedermacher Fredrik Vahle ein echtes Zugpferd gewinnen können.

Positive Rückmeldung gab auch Ute Boersch von der Tagespflegebörse im Hinblick auf das Projekt „Flexible Kinderbetreuung“, durch das der Landkreis mit Familienfreundlichkeit punkten will. An der Modellschule Obersberg, an der Jakob-Grimm-Schule und im Klinikum Bad Hersfeld wird inzwischen eine pädagogische Kleinkinderbetreuung angeboten. In der Eltern-Kind-Gruppe Bad Hersfeld werden Kinder betreut, deren Eltern Betreuungsbedarf außerhalb der Öffnungszeiten von Kindertagesstätten haben. Das „Haus in der Mitte“ wurde noch nicht gefunden, aber es wird von der Gruppe „Miteinander leben und wohnen“ noch immer gesucht. Angedacht ist eine Einrichtung mit vier bis sechs Mietwohnungen für Menschen über 60 in einem Dorf mit guter Infrastruktur. „Die Hälfte der Kosten für das Haus in der Mitte wird über die Miete getragen, der Rest könnte über Kommunen, Stiftungen und kirchliche Organisatoren übernommen werden“, erläuterte Architekt Volker Dietz die mögliche Finanzierung.

Die informative und anregende Veranstaltung wurde gekrönt durch einen Vortrag von Prof. Dr. Andreas Kruse von der Universität Heidelberg zum Thema „Ethische Rahmenbedingungen im Umgang mit den demografischen Herausforderungen“. † Akademie...

Von Gudrun Schmidl

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