Marlies Fey und Horst Müller singen seit Jahrzehnten mit großem Engagement im Bad Hersfelder Opernchor

Eine große Bereicherung

Mit sichtbarer Freude dabei: Im Opernchor gehört nicht nur singen, sondern auch schauspielern mit zum Programm: Unser Bild entstand 2011 während einer Aufführung von „Die verkaufte Braut“ und zeigt vorne links Horst Müller und hinten in der Mitte Marlis Fey. Foto: nh

Bad Hersfeld. Marlis Fey aus Breitenbach bei Bebra singt seit 1970 im Chor von Siegfried Heinrich mit und wirkt seit 1980 auch bei den Opernfestspielen mit. Die gebürtige Kasselänerin hatte in der Kasseler Stadthalle Bachs h-Moll-Messe in einer Aufführung des Hersfelder Festspielchors gehört und war von der hochkarätigen Darbietung so begeistert, dass sie nach ihrer Heirat nach Breitenbach schon wenige Tage nach der Eheschließung die Proben des Hersfelder Chores besuchte. Die musikalische Gestaltung von Musikdirektor Siegfried Heinrich hat sie schließlich so geschätzt, dass sie seit nunmehr 45 Jahren unter dessen Leitung singt. Insbesondere war sie immer wieder von Heinrichs authentischer und tiefgründiger Interpretation angetan.

In andere Rollen schlüpfen

Als Heinrich im Jahr 1980 schließlich szenischen Opernaufführungen ins Programm aufnahm, brachte das für sie eine erweiterte Gestaltungsmöglichkeit. Schon als Kind schlüpfte sie gerne mal in andere Rollen und verkleidete sich auch liebend gern – mit elf Jahren wirkte sie zum Beispiel in einer Hänsel-und-Gretel-Opernproduktion mit. Ihr beruflicher Werdegang als Musikalienhändlerin förderte zudem ihr Interesse an Musik.

Durch die Zusammenarbeit mit Siegfried Heinrich habe sie eine große musikalische Bereicherung erfahren, die sie sehr erfüllte, sagt Fey. Bald sollte sie die Gestaltung der Programmhefte übernehmen und hatte auch dreißig Jahre die Pressearbeit in den Händen. In den vergangenen Jahren unterstützte sie Siegfried Heinrich bei den Chorproben auch durch die vorangehenden Stimmbildungsarbeit.

Keine Stunde bereut

Rückblickend sagt sie, dass sie nicht nur viel von Professor Heinrich gelernt hat, sondern auch von den Regisseuren der Operninszenierungen gut in das schauspielerische Handwerk eingeführt wurde. Sie habe es keine Stunde bereut, dass sie sich, wie auch all die anderen Choristen, wochenlang auf die Proben und Aufführungen einstellen und präsent sein muss. Nicht zuletzt waren für sie auch die Gastspiele mit der Hersfelder Oper – unter anderem in Frankfurt, Dresden und Helsinki – eine große Bereicherung.

Von Brunhilde Miehe

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