„Fabrikverkauf“ des Kunstvereins in der Schildehalle: Schauen, Stöbern und Kaufen

Eine ganze Halle voller Kunst

Kunstschau und -markt in einem war die „Fabrikausstellung“ des Bad Hersfelder Kunstvereins am Wochenende in der Schildehalle. 30 Künstlerinnen und Künstler zeigten ihre Arbeiten. Foto:  Zacharias

Bad Hersfeld. Dass alte Industriehallen und moderne Kunst sich gut vertragen, ist eine bekannte Tatsache. Das zeigte sich auch an diesem Wochenende, als der Kunstverein Bad Hersfeld zum „Fabrikverkauf“ in die Schildehalle eingeladen hatte.

30 Mitglieder des Kunstvereins nutzten die Gelegenheit, hier ihre Arbeiten auszustellen und zu verkaufen. Das Angebot war so vielfältig wie die künstlerischen Interessen der Künstlerinnen und Künstler. Großformatige Leinwände mit abstrakten und gegenständlichen Gemälden waren ebenso im Angebot wie Postkarten, handbemalte Seidentücher in leuchtenden Farben, Skulpturen oder Keramikarbeiten. Dazu hatten die Aussteller jede Menge einzelner Blätter mitgebracht, die teilweise zu günstigen Preisen zu haben waren.

Größeres Spektrum

Drei Tage lang konnten die Besucher nach Herzenslust stöbern und mit den Mitgliedern des Kunstvereins ins Gespräch kommen. Dabei fanden es sowohl die Gäste als auch die Vereinsmitglieder interessant, ein größeres Spektrum aus der Arbeit der einzelnen Künstler sehen zu können als die zwei bis drei Werke, die bei der jährlichen Ausstellung des Kunstvereins im Museum gezeigt werden.

Der Kunstverein will auch in Zukunft immer wieder Ausstellungen und Kunstaktionen in der Schildehalle anbieten, erklärte dessen Vorsitzende Magdalena Gremm. Die Galerie im Obergeschoss soll zu einer festen Einrichtung werden. Und auch die Resonanz auf den Fabrikverkauf fanden Gremm und ihre Kolleginnen und Kollegen so ermutigend, dass sie über eine Wiederholung im kommenden Jahr nachdenken, vielleicht auch in Verbindung mit einem Konzert.

Kunst ist, das erfuhr Gremm aus Gesprächen mit den Vertretern in Bad Hersfeld ansässiger Firmen, nicht nur ein privates Hobby, sondern auch ein Standortfaktor. Qualifizierte Mitarbeiter, die für einen Job in der Festspielstadt geworben werden, fragen durchaus auch nach dem kulturellen Angebot an ihrem neuen Arbeitsplatz.

Von Christine Zacharias

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