Zum zweiten Mal präsentierten sich Laienkünstlerinnen und -künstler im Buchcafé

Eine Bühne für jedermann

Open House im Buchcafé: Hanne Gerlach und Beate Richter stritten sich als Loriots „Der Klöbener“ und „Herr Müller-Lüdenscheid“ sehr unterhaltsam darum, ob die Quietschente nun mitbaden darf oder nicht. Foto: Rödiger

bad hersfeld. Nach dem Erfolg des ersten Open-House-Abends im Februar hieß es am Samstag erneut „Bühne frei für jedermann“ im Bad Hersfelder Buchcafé. Und auch diesmal fanden sich ohne Probleme genügend Laienkünstlerinnen und -künstler, um diesen Abend für das Publikum so interessant und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.

Zuerst durften die jüngsten Künstler ihr Einstudiertes vorführen: Auf dem hauseigenen Klavier spielte Christoph Gössel einen Boogie Woogie. Die neunjährige Sibel Erkan tanzte ganz allein für das Publikum, Lisann Haßler und Eric Rohrbach spielten ein Pianoduett und die erst siebenjährige Clara Fischer gefiel ebenfalls mit einem Boogie Woogie am Klavier.

Loriot-Sketch

Danach zeigten Beate Richter und Hanne Gerlach einen allseits bekannten Loriot-Sketch: Als Dr. Klöbener und Herr Müller-Lüdenscheid stritten sie im selbstgemachten Badewannen-Outfit um die Wassertemperatur und die berühmte Gummiente.

Still wurde es im Saal, als Katja Gröll am Mikrofon verschiedene Literaturpassagen über die Beziehung zwischen Mann und Frau zum Besten gab. Nächster Programmpunkt war der Auftritt des gemischten Buchcaféchors, der gemeinsam mit dem Publikum einen vielstimmigen Südfrüchte-Kanon sang.

Nach einer kurzen Pause eröffneten Linda Bücking am Klavier und Theresa Kropf an der Querflöte den zweiten Teil der Veranstaltung. Sie spielten bekannte Melodien wie etwa den Blues-Klassiker „Summertime“ von Eddie Cochran.

Dichter aus Fulda

In einem wunderschönen Bauchtanzkostüm tanzte Charlene Blum „Tribal Dance“ zu soundgewaltigen Ethno-Popklängen von der CD. Danach gab der Fuldaer Dichter Paul Grün einige seiner kurzen und sehr nachdenklich stimmenden Gedichte zum Besten.

Die Eiterfelder Sängerin Kerstin Bönigk, begleitet vom Kasseler Gitarristen André Barthelmes, sang „Crazy“ von Seal und „Catch me if you can“ von Max Mutzke. Zwischendurch bedankte sie sich, auch im Namen der anderen Akteure des Abends, beim Publikum für das zahlreiche Erscheinen trotz der Konkurrenzveranstaltung des „Eurovision Song Contest“ im Fernsehen.

Den krönenden Abschluss bildete der Auftritt des Bad Hersfelder Hip-Hop-Quartetts „Tokaz Town“. Die vier jungen Rapper improvisierten ideenreiche Textpassagen abwechselnd mit fetten Beats von der CD. Das Publikum honorierte auch diesen Beitrag mit lautstarkem Applaus.

Neuauflage im Oktober

Die nächste „Open House“-Veranstaltung findet am 9. Oktober statt. Wer gerne dabei sein möchte, sollte sich bald im Buchcafé melden.

Von Werner Rödiger

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