2014 erhielten 62 Ausländer den deutschen Pass – 2013 noch 122

Einbürgerungen im Kreis stark rückläufig

Hersfeld-Rotenburg. Wie in ganz Hessen, ist auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg im vergangenen Jahr die Zahl der Einbürgerungen stark zurückgegangen. 62 Menschen aus dem Kreis erhielten laut des Statistischen Landesamts die deutsche Staatsbürgerschaft. 2013 waren es noch 122 gewesen, ein Jahr zuvor 128.

2015 sind laut Helmut Höhne vom Landkreis bisher 29 Personen eingebürgert worden. Ob die Zahl in diesem Jahr weiter sinkt oder wieder ansteigt, lässt sich demnach noch nicht abschätzen. Etwa die Hälfte aller Neubürger kommt laut Höhne stets aus Bad Hersfeld, der Rest verteile sich auf Bebra, Rotenburg und die Gemeinden sowie die Stadt Heringen, für die der Landkreis ebenfalls die Anträge bearbeitet (siehe Hintergrund).

In ganz Hessen wurden im vergangenen Jahr 12 700 Ausländer eingebürgert, das waren rund 900 weniger als 2013. Damit gingen die Einbürgerungszahlen zum zweiten Mal in Folge zurück.

Die größte Gruppe unter den Eingebürgerten stellten erneut die Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit, binnen Jahresfrist ging deren Zahl allerdings ebenfalls um 1000 zurück. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg stammt der überwiegende Anteil der Neubürger aus der Türkei. Den Zahlen des Statistischen Landesamts nach kamen die meisten Menschen in den vergangenen vier Jahren aus Europa, gefolgt von Asien. Vereinzelt kommen die Antragsteller auch aus Amerika oder Afrika.

Die Möglichkeit zur Einbürgerung nehmen hessenweit vor allem Jüngere unter 35 Jahren wahr. In Hersfeld-Rotenburg macht die Gruppe der 23- bis 35-Jährigen ebenfalls den größten Anteil aus.

Die Bearbeitungszeit der Anträge hängt laut Helmut Höhne vor allem vom Herkunftsland ab. Bei EU-Bürgern seien es normalerweise drei bis vier Monate, bei Personen aus Nicht-EU-Staaten dauere das Ganze in der Regel etwa ein Jahr. Hintergrund, Zum tage, seite 2

Von Nadine Maaz

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