Die Polizei gibt Tipps zum Sichern der Türen

Einbrüche: So wird das Haus geschützt

Die Tür als Schwachstelle: Oftmals müssen Einbrecher nicht mal Werkzeuge benutzen, um in die Wohnung zu gelangen. Foto: Rössing

Hersfeld-Rotenburg. Kostenlose Beratungen für Nachrüstungen und Sicherheitsfragen bietet die Polizeidienststelle Bad Hersfeld an. Polizeipressesprecher Manfred Knoch besucht die Bürger vor Ort und gibt Tipps. Wir haben mit ihm gesprochen:

? Worauf ist bei Außentüren zu achten?

! Tatsache ist, dass viele Türen allein mit körperlicher Gewalt, also ohne den Einsatz von Einbruchswerkzeugen, überwindbar sind. Deshalb sollte die Tür nicht nur ins Schloss gezogen, sondern zweifach abgeschlossen werden.

? Wo sollte der Zweitschlüssel deponiert werden?

! Einbrecher kennen jedes Versteck, also sollte der Wohnungsschlüssel nicht außerhalb versteckt, sondern bei Nachbarn oder Bekannten gelagert werden. Weitere Tipps: Bei Abhandenkommen des Schlüssels Schließzylinder austauschen lassen. Bei Glastüren sollte niemals der Schlüssel von innen stecken bleiben.

? Worauf ist bei Neu- oder Umbauten zu achten?

! Knoch empfiehlt, ebenso wie bei Fensterelementen, den Einbau von Türen ab der Widerstandsklasse 2 (nach DIN EN 1627). Die Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) sind somit „aus einem Guss“. Es ist damit sichergestellt, dass es für einen Einbrecher keinen Schwachpunkt gibt.

? Wie sollte das Türöffnen in Mehrfamilienhäusern gehandhabt werden?

! Die Tür sollte nicht bedenkenlos geöffnet werden, genauso wie in Einfamilienhäusern. Die Gegensprechanlage oder der Türspion sollten benutzt werden. In Mehrfamilienhäusern sollte besonders auf den Verbleib von Besuchern geachtet werden.

Fremden gegenüber sollte ein gesundes Misstrauen gezeigt werden, und unbekannte Personen sollten direkt angesprochen werden. Unregelmäßigkeiten sofort der Polizei melden. Die Kellertüren regelmäßig überprüfen und abschließen. In frei zugänglichen Kellerräumen sollten keine Wertgegenstände aufbewahrt werden. Im Außenbereich ist außerdem darauf zu achten, keine Kletterhilfen oder Werkzeuge, die der Einbrecher nutzen könnte, ungesichert zu verwahren. (sar)

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