Einbrecher, Vandalen und ein neuer Gastwirt

Hallo, liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung,

„Die Wahrscheinlichkeit, in Südthüringen Opfer einer Straftat zu werden, ist sehr gering.“ Dieses Fazit zogen Uwe Metz, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Bad Salzungen, und Ermittlungsgruppenchef Ralf Wolfram bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2013. Das ist zwar eine seit Jahren immer wiederkehrende Aussage, doch dieses Mal war sogar ein Rückgang der Straftaten gegenüber 2012 zu verzeichnen. Vor allem bei der Straßenkriminalität - Verbrechen wie Exhibitionismus, Raub oder Körperverletzungen, die im öffentlichen Bereich geschehen - ist die Zahl der Fälle gesunken. Außerdem ist es den Ermittlern gelungen, zwei Straftatenserien zu stoppen: Ein notorischer Dieseldieb, der immer wieder eine Firma in Merkers heimsuchte, wurde gefasst.

Das gleiche Schicksal ereilte zwei junge Männer, die monatelang in Garagen, Gartenhäuser und Firmen in Bad Salzungen, Immelborn und Barchfeld eingebrochen waren - und alles mitgenommen hatten, was zu Geld zu machen war. Insgesamt wurden im Bereich der PI Bad Salzungen im vergangenen Jahr 2807 Straftaten erfasst. Die Aufklärungsquote lag bei 62 Prozent - fast deckungsgleich mit der der Polizei Hersfeld-Rotenburg, die 2013 bei 61,9 Prozent lag.

Eine spezielle Gruppe von Kriminellen - die Vandalen - schließt die Stadt Bad Salzungen künftig aus bei ihnen beliebten Wirkungs-Örtchen aus: Fast täglich waren die öffentlichen Behindertentoiletten am Burgsee, am Stadtfriedhof und vor allem am Bahnhof von ihnen aufgesucht worden. Regelmäßig gab es Beschwerden, weil die Toiletten nicht nutzbar waren. Zigtausend Euro wurden nach Angaben von Bürgermeister Klaus Bohl in Reparaturen gesteckt.

Deshalb werden die sanitären Anlagen nun mit einem neuen Schließsystem ausgestattet, das es in ganz Europa bereits in über 12000 Behinderten-WC’s gibt. Öffnen lassen sie sich mit dem in allen Orten passenden Euro-WC-Schlüssel, der ausschließlich an Behinderte ausgegeben wird.

Wer die Stadt Geisa besucht und dort essen gehen möchte, hat in Kürze wieder eine größere Auswahl: Die Suche nach einem neuen Pächter für die Gaststätte im Schloss und das Gästehaus der Point Alpha Akademie ist erfolgreich beendet, ein neues Betreiberpaar gefunden.

Ende Februar war der Vertrag mit dem vorherigen Pächter aus Hünfeld ausgelaufen, seitdem ist die Gaststätte geschlossen. Wenn alles läuft, wie geplant, wird sie am 1. Mai wieder eröffnet. Den Übernachtungsbetrieb im Gästehaus hatte die Point Alpha Akademie übergangsweise in Eigenregie abgesichert.

beate.funk@stz-online.de

Kommentare