„Key to Green“ aus Rotenburg präsentierte irische Musik und Tänze

Im Eichhof wurde es grün

Fröhliche Lieder, aber auch lyrisch-verträumte Stücke hatte die Gruppe „Key to Green“ bei ihrem Konzert mit irischer Folk-Musik im Eichhof im Programm. Hier singen Annika Kern, Annemie Sitzler, Juliane und Carolin Altmann gemeinsam. Fotos: Zacharias

Eichhof. Irische Musik macht fröhlich. Die heiteren Melodien, getragen von Flöte und Geige und begleitet von Klavier, Gitarren, Kontrabass oder Cello und Trommel, erinnern an die Schönheiten der grünen Insel, an freundliche Menschen und ein Land voller Traditionen und Mythen und natürlich gemütlicher Pubs, in denen eben diese Musik gespielt wird. Die Rotenburger Gruppe „Key to Green“ hat sich der traditionellen irischen Folkmusik verschrieben und gestaltete jetzt ein Konzert im romantischen Innenhof des Eichhof-Schlösschens.

Auf ihre gälischen Kostüme hatten die Musikerinnen und Musiker allerdings wegen der zunächst tropischen Temperaturen verzichtet. Rechtzeitig zur Pause wurde das Wetter dann jedoch irisch und sorgte für einige, wenn auch nicht sehr heftige Regengüsse.

Die irische Musik, so erläuterte Timo Nocke, hat sich aus der mittelalterlichen Minnemusik und A-cappella-Gesängen entwickelt. In ihrer militärischen Form war sie stark von Trommeln geprägt, später kamen Flöte, Geige und Banjo dazu, auch Gitarre, Kontrabass, Cello oder Klavier ergänzen den Irish Folk heute gut. Puristen wie „Key to Green“ verzichten jedoch auf E-Gitarren oder Schlagzeug, die bei irischen Bands heute oft für eine Mischung aus Rock und Folk sorgen.

Die Jigs, Reels und Hornpipes – so die Namen der Stücke – die vom Leben in Irland, von der Liebe, den Auswanderern, von Hoffnungen und Sehnsüchten erzählen, laden nicht nur zum Tanzen und Mitklatschen ein, sondern auch zum Träumen. Dazu präsentierte die Gruppe klassische irische Tänze, eine echte Herausforderung auf dem Kopfsteinpflaster des Schlosshofs.

Schade nur, dass niemand Festspielwirt Peter Heck vorher informiert hatte, dass für die Besucher nicht nur musikalischer Genuss, sondern auch Guiness angekündigt worden war. Doch auch mit deutschem Bier und anderen Getränken ließ sich der irische Abend im Eichhof bestens genießen.

Von Christine Zacharias

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