Ehec-Virus: Bislang keine Verdachtsfälle im Kreis

Hersfeld-Rotenburg. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurden bislang keine Erkrankungen oder Verdachtsfälle des lebensgefährlichen Magen-Dram-Virus Ehec registriert. „Zur Zeit ist bei uns noch alles ruhig“, erklärte Amtsarzt Dr. Dieter Gobrecht auf Anfrage unsere Zeitung.

Bundesweit sind inzwischen über 300 Menschen an dem Virus erkrankt. Im niedersächsischen Dieholz ist am Dienstag eine 83-jährige Frau nach einer Ehec-Erkrankung gestorben.

Die Gesundheitsämter stehen in ständigem Kontakt mit dem zuständigen Sozialministerium aber auch den Kliniken im Kreis und den niedergelassenen Ärzten. „Alle sind für das Thema sensibilisiert und dazu aufgerufen, Verdachtsfälle sofort zu melden“, erklärt Gobrecht. Besonders beim Auftreten von blutigen Durchfällen bestehe höchste Alarmbereitschaft, sagt der Amtsarzt. Gobrecht erinnert daran, vor allem auf die Übertragungswege von Mensch zu Mensch zu achten und die Hygieneregeln zu beachten. „Hände und Obst müssen gründlich gewaschen werden“, mahnt der Amtsarzt.

Vor allem bei Rohmilchkäse, Obstsäften oder Rohkost sei Vorsicht geboten. „So lecker es schmeckt - Radieschen sollten beispielsweise zur Zeit nicht einfach vom Bund genascht werden, sondern müssen sehr gründlich gespülte werden.“

Bei aller gebotenen Vorsicht warnt der Amtsarzt vor Panik. Die Kliniken im Kreis seien auf mögliche Erkrankungen gut vorbereitet. (kai)

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