Frau fährt mit Taxi von Klinik zu Klinik

Ebola-Verdacht in Bad Hersfeld: Bluttest gab Entwarnung

Bad Hersfeld/Rotenburg. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg hat es in der Nacht zum Montag den ersten Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung gegeben. Nach einem sofortigen Bluttest steht inzwischen allerdings fest, dass die Frau nicht an dem lebensgefährlichen Virus erkrankt ist.

Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich dabei um eine Frau aus Nigeria handeln, die im Rotlichtmilieu in Bebra beschäftigt sein soll. Das bestätigen Ermittlerkreise der Polizei.

Die Frau hatte sich in der Nacht zum Montag zunächst im Kreiskrankenhaus in Rotenburg gemeldet. Ihre Krankheitssymtome und ihre Herkunft legten offenbar den Verdacht auf Ebola nahe. Aus bisher ungeklärten Gründen war sie aus Rotenburg aber mit einem Taxi weiter ins Klinikum nach Bad Hersfeld gefahren. Das Kreiskrankenhaus hatte deshalb vorsorglich die Polizei alarmiert. Im Klinikum wurde die Frau dann stationär aufgenommen.

„Der Ebola-Verdacht hat sich schnell entkräftet“, sagt Martin Ködding, der Geschäftsführer des Klinikums. Gleichwohl seien sofort alle hygienischen Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet worden. Auch die Patientenaufnahme wurde in der Nacht wegen des Verdachtsfalls kurzzeitig gesperrt.

Ködding selbst war in der Nacht vor Ort: „Wir sind permanent auf Patienten mit derartigen Infektionen vorbereitet.“ Zur Panik habe es keinen Grund gegeben. (kai)

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