250 Dinge, die wir an der Region mögen (59): Der Robert-Heil-Turm

Durch die „Alpen“

Der Robert-Heil-Turm auf dem Tageberg bringt verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten. Foto: nh

Bad hersfeld. Bad Hersfelder und Besucher der Stadt müssen nicht erst lange Anfahrtswege hinter sich bringen, um schöne waldreiche Ausflugsziele zu erreichen. Eins ist der Robert-Heil-Turm auf dem Tageberg.

Vom Marktplatz aus kann man den Turm bei gemütlichem Anstieg von 214 auf 316 Höhenmeter in einer halben Stunde erreichen. Durch die Burggasse gelangt man durch das Tor in der Stadtmauer in die „Anlagen“ mit den zwei Teichen, überquert die Simon-Haune-Straße an der Fußgängerampel, geht ein kurzes Stück die Fritz-Rechberg-Straße hinauf und weiter geradeaus in den Wald hinein, die Hersfelder „Alpen“. Fremde kämen sicherlich nicht auf die Idee, dieses Waldstück nach dem höchsten Gebirge im Süden Europas zu benennen, aber wir Hersfelder finden, dass unsere „Alpen“ durch die Pfade und Hügel eine gewisse Ähnlichkeit mit den echten Alpen haben.

Ruhe empfängt Wanderer

Sofort beim Eintritt in den Wald empfängt die Wanderer Ruhe und im Sommer erfrischende Kühle. Nach kurzer Wegstrecke hat man drei Möglichkeiten, zum Robert-Heil-Turm zu kommen. Entweder geht man links über einige Stufen bergan, geradeaus den breiten Weg weiter oder wendet sich nach rechts auf einen steilen Pfad, auf dem man sich vor Erreichen von Treppenstufen links halten muss.

Nach dem Anstieg gelangt man auf jeden Fall auf eine asphaltierte Straße, die zum Lokal „Kleinshöhe“ führt. Vor der „Kleinshöhe“ geht es rechts über einen steilen Stichweg mit Geländer zu einer weiteren Fahrstraße, auf die wir nach links einbiegen. Wir bleiben auf der Straße, die eine Rechtskurve bildet und halten uns nach circa 300 Metern an der nächsten Gabelung links.

Auf der eben zurückgelegten geraden Wegstrecke bietet sich rechts ein schöner Blick auf den Frauenberg mit der Sommerseite, den Wehneberg mit der Güldenen Kammer und den Stadtwald.

Schon bald erreichen wir den Robert-Heil-Turm auf der Höhe, auf der sich auch drei landwirtschaftliche Gehöfte befinden. Der Turm wurde im Jahre 1930 erstellt und ist ein Geschenk des aus Bad Hersfeld stammenden Berliner „Königlich Preußischen Hofbäckermeisters“ Robert Heil (1868 - 1956) an seine Heimatstadt. Der Turm wurde nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Paul Frank für den „Verkehrs- und Verschönerungsverein“ vom Baugeschäft Wölbing errichtet.

Von der Spitze des Turms hat man einen wunderbaren Blick auf Bad Hersfeld. Bei klarem Wetter können wir bis zur Vorder- und Hochrhön, zum Eisenberg, der Stellerskuppe, ins Fulda- und Haunetal, ja bis zum Thüringer Wald schauen. Der Turm wurde zwar renoviert, aber wirkt innen verwahrlost, da leider so mancher Turmbesteiger seinen Unrat dort „entsorgt“ hat.

Dann führt der Weg vom Turm geradeaus weiter durch die Feldflur bis zu einer T-Gabelung, wo wir uns links halten und nach etwa 100 Metern links auf eine Baumallee einbiegen. Wir bewegen uns jetzt in Richtung Stadt und erreichen nach circa 200 Metern ein Wassertretbecken. Es geht immer weiter geradeaus auf dem Fahrweg bergab in Richtung Stadtmitte.

Bei Erreichen der ersten Häuser der Lüderitzstraße sehen wir rechts die Hainbergklinik liegen.

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