Unternehmen reagiert auf Vorwürfe des ARD-Beitrags – 1400 Euro brutto für spanische Zeitarbeiter

Amazon: „Dulden keine Diskriminierung“

Vor allem im Weihnachtsgeschäft ist bei Amazon viel zu tun. Foto: Archiv/Bernert

Bad Hersfeld. Während sich Amazon.de im ARD-Beitrag nicht äußerte, reagierte das Unternehmen nach dessen Ausstrahlung. „Sicherheit hat oberste Priorität in unseren Logistikzentren.

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Wir nehmen das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr ernst und überprüfen externe Dienstleister, die die Unterbringung von Saisonkräften aus anderen Regionen verantworten, regelmäßig“, heißt es in einer Pressemitteilung von Amazon. Wichtig sei dabei auch die Rückmeldung der Mitarbeiter. Amazon dulde keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung. Auch wenn das im Film kritisierte Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt worden sei, würde der von den ARD-Journalisten gemachte Vorwurf zum Verhalten des Sicherheitspersonals geprüft.

In den deutschen Logistikzentren arbeiten laut Amazon über 7700 festangestellte Mitarbeiter, in der Weihnachtssaison werden zusätzliche Kräfte saisonal befristet eingestellt.

Alle Mitarbeiter, die länger als ein Jahr in den Amazon-Logistikzentren in Deutschland arbeiteten, verdienten über zehn Euro brutto pro Stunde, im ersten Jahr über 9,30 Euro brutto. Die in dem Beitrag erwähnten Mitarbeiter aus Spanien, die über eine Zeitarbeitsfirma in Bad Hersfeld beschäftigt wurden, hätten laut Amazon bei einer 37,5 Stundenwoche 1400 Euro brutto im Monat verdient, in der Nachtschicht bei 32,5 Wochenstunden 1500 Euro im Monat.

Diese Beträge seien auch dann bezahlt worden, wenn nicht die volle vertragliche Stundenzahl angefordert worden sei. (red/nm)

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