Dieter Schenk las aus „Krakauer Burg“

Düstere Geschichte mit Bassbegleitung

Der Autor und sein musikalischer Begleiter: Dieter Schenk (links) und Kontrabassist Vitold Rek im Bad Hersfelder Buchcafé. Foto: Desoi

Bad Hersfeld. Der in Schenklengsfeld lebende Literat Dieter Schenk und der Freejazzer Vitold Rek gestalteten im Buchcafé eine Konzertlesung der besonderen Art. Im Rahmen der bundesweiten Woche der Brüderlichkeit, initiiert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, las Schenk aus seinem jüngsten Buch „Krakauer Burg“.

Darin schildert er die Machenschaften des NS-Generalgouverneurs Hans Frank während der deutschen Besetzung Polens 1939 bis 1945. Frank ließ die Kunstschätze Polens beschlagnahmen und erteilte Anweisungen, das Land rücksichtslos auszubeuten, die polnische Intelligenz zu vernichten und den Holocaust vorzubereiten.

Zwischen den Textzteilen gab es immer wieder musikalische „Denkpausen“. Vitold Rek, gebürtiger Pole, beeindruckte mit seinem virtuosen Spiel auf dem Kontrabass. Zwischen eigenwilligen Tonfolgen hörte man immer wieder seinen jazzigen Hintergrund, Anklänge an die Klezmer-Musik und seine klassische Ausbildung heraus.

Von den bewegten Zuhörern ernteten die beiden Mahner für Menschlichkeit und Toleranz viel Applaus. (chd)

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