Judith Strecker zur Altersarmut

Düstere Aussichten

Okay, dass Altersarmut nach wie vor ein Thema ist, überrascht wohl niemanden. Trotzdem ist die Tendenz in unserem Landkreis erschreckend. Die Zahl der Rentner, die vermutlich wegen ihrer unzureichenden Rente noch nebenbei arbeiten müssen, steigt stetig. Niemand kann behaupten, dass die 1015 Rentner, die im ersten Quartal 2009 in Hersfeld-Rotenburg täglich zur Arbeit stiefelten, lediglich Beschäftigung suchten. Nein, die meisten von ihnen brauchen das Geld. Und der größte Teil geht nach Informationen der Agentur für Arbeit deshalb putzen oder erledigt Fahrdienste.

Nach mehr als 40 Jahren im Berufsleben haben sie sich darauf verlassen, dass sie im Alter versorgt sind. Und werden enttäuscht. Dass die Jüngeren noch weniger bekommen werden, zeichnet sich ab. Aus diesem Grund sind Vereinigungen wie der Sozialverband VdK wichtig. Dort setzen sich Menschen für die Alten und Schwachen ein. Durch politische Einflussnahme, gesellige Veranstaltungen und ehrenamtliches Engagement. Gut so.

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