Gefahr für schlecht isolierte Wasserleitungen

Dünnes Rinnsal als Frostschutz

Hersfeld-Rotenburg. Mit eingefrorenen Wasserleitungen haben die Sanitärinstallateure im Kreis derzeit alle Hände voll zu tun. „Das ist schon extrem viel“, sagt Hans-Jürgen Eichenauer aus Bad Hersfeld, stellvertretender Obermeister der Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik.

Viele Menschen würden allzu sorglos und leichtsinnig mit den Installationen umgehen, „da fehlt inzwischen die Erfahrung mit der Kälte“. Eichenauer und seine Mitarbeiter mussten sogar schon eingefrorene Heizkörper reparieren, die trotz der Kälte nicht aufgedreht worden waren.

Leitungen frieren aufgrund mangelnder Isolierung vor allem in Fachwerkhäusern und Altbauten ein. Wenn sich die Isolierung nicht verbessern lässt, hilft gegen Einfrieren, das Wasser in ganz dünnem Rinnsal laufen zu lassen. „Wenn am Tag ein Kubikmeter Wasser wegläuft“, erklärt Eichenauer, kostet das etwa fünf Euro. Und das sei deutlich billiger, als nach einem erheblichen Frostschaden einen Handwerker zu rufen. (ach)

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