Tag der offenen Tür: Die Konrad-Duden-Schule präsentierte sich vielseitig

Duden war auch da

Konrad Duden war mit seiner Gattin auch erschienen, um die nach ihm benannte Schule zu präsentieren. Links: Schulleiterin Susanne Hofmann. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Um die Beschäftigung mit der Person Konrad Duden kommt man nicht herum, wenn man den Schulhof der geschichtsträchtigen Konrad-Duden-Schule betritt. Beim „Tag der offenen Tür“ der Schule in der Stadtmitte waren Konrad Duden und seine Gattin sogar anwesend. Ein Schüler und eine Schülerin waren in deren Rollen und in die zeitgemäße Garderobe geschlüpft, um den zahlreich erschienenen Gästen bei einem Rundgang jede Menge über sich und die Schule zu erzählen.

Ganze Bandbreite

Das KDS- Blechbläserensemble spielte zusammen mit Musikern der Modellschule Obersberg unter der Leitung von Ulli Meiß zunächst zur Begrüßung auf. Schulleiterin Susanne Hofmann lud daraufhin zu einem ausgiebigen Programm ein, dessen Absicht es war, das schulische Leben dieser Bildungsanstalt in seiner ganzen Bandbreite zu zeigen.

Dabei wurde offensichtlich, dass den Fächern Kunst, Musik, Theater und Sport die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wird wie den Naturwissenschaften und den Sprachen. Als eine von fünf hessischen Schulen ist die KDS im Rahmen eines Projektes vom Kultusministerium als „Kulturschule“ ausgewählt worden. „Kinder sollen bei uns für kreative, künstlerische und ästhetische Sichtweisen sensibilisiert werden“, erläuterte Hofmann. Deshalb gebe es das Projekt „Tür auf für die Künste“ mit den Schwerpunkten Tanz, Darstellendes Spiel, Kreatives Schreiben und „MuseComputer“.

In der Aula spielte die Theater-AG, in der Sporthalle führten die Fünftklässler ihre Tanzversion von „Hänsel und Gretel“ auf, in der Mensa wurde getöpfert und in den Klassenräumen gab es weitere ansprechende Präsentationen.

„Forschen ist klasse“ bewiesen diverse Mitmachversuche und eine Physikshow. Roboter in Aktion konnten ebenso wie chemische Reaktionen bestaunt werden. Die „Junge Jury“ stellte ihre Buchrezensionen vor und backte leckere Waffeln, während zum Beispiel Achtklässler in die Welt Gutenbergs entführten. „Zwei Jahre haben Mönche für das Abschreiben einer Bibel gebraucht. Die Bücher waren sehr wertvoll. Sie kosteten 30 Ochsen. Nach der Erfindung des Druckes von Gutenberg kostete ein Buch nur noch drei Ochsen“, erzählten Ali Ilyas und Faiza Elouariachi gerne jedem Interessierten. Die beiden hatten 96 Bücher aufgestapelt und nur eine Bibel danebengelegt, um die damalige Bedeutung des einen Buches im Gegensatz zum Bücherüberfluss heute vor Augen zu führen.

Das umfangreiche Aktionsprogramm war in den zwei Stunden kaum zu bewältigen. Es wurde einladend, informativ und sympathisch dargeboten. Damit sollte den jetzigen Viertklässlern und deren Eltern, die sich für eine weiterführende Schule entscheiden müssen, die Wahl leichter gemacht werden.

Von Vera Hettenhausen

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