Zahl der Rauschgifttaten im Landkreis konstant bei etwa 500 Fällen

Drogenkriminalität bleibt Dauerproblem

Manfred Knoch

Hersfeld-Rotenburg. Auch wenn der Kriminalpolizei in Bad Hersfeld zu Beginn dieses Jahres ein großer Schlag gegen den Rauschgifthandel gelungen ist, die Drogenkriminalität bleibt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein Dauerproblem: Etwa 500 neue Fälle werden Jahr für Jahr aktenkundig. Dies teilte Kriminalhauptkommissar Manfred Knoch, Pressesprecher der Polizeidirektion in Bad Hersfeld, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Fallzahlen – 2008 waren es genau 490, im vergangenen Jahr 509 Fälle – bewegen sich laut Knoch „im normalen Schwankungsbereich“.

Bei etwa 80 Prozent der 2009 festgestellten Delikte ging es um Erwerb, Besitz oder Konsum von Drogen und beim Rest um den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln.

Von den 405 Tatverdächtigen waren 77 Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren, 23 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, fünf zwischen 14 und 16 Jahren, der Rest Erwachsene.

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Drogen-Deal mit Minderjährigem

Minderjährige bis 18 Jahre sind nach den Angaben von Manfred Knoch im Bereich der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg nicht auffallend häufig betroffen (siehe hierzu auch „Drogen-Deal mit Minderjährigem“, Lokalseite 2).

Sichergestellt wurden von der Polizei im vergangenen Jahr rund 8,3 Kilo Haschisch, 795 Gramm Marihuana, 2,8 Kilo Amphetamine, fünf Gramm Heroin und 2123 XTC-Pillen. Diese Mengen sind natürlich immer abhängig von den polizeilichen Erkenntnissen aus der Drogenszene.

In diesem Jahr führte ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen mehrere Tatverdächtige im Kreisgebiet zur Aufklärung von größeren Geschäften im Kilogrammbereich.

Von Karl Schönholtz

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