Drei Insolvenzverwalter für drei Gesellschaften

DRK-Pleite: Büro Westhelle soll helfen

Bad Hersfeld. Drei Rechtsanwälte des Kasseler Büros Westhelle & Partner sind als vorläufige Insolvenzverwalter für die drei Tochtergesellschaften des Kreisverbandes Hersfeld des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eingesetzt. Dies teilte Dr. Rolf Schwarz, Leiter der Insolvenzabteilung am Amtsgericht Bad Hersfeld, gestern auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Wie gestern berichtet hatte DRK-Kreisverbandsvorsitzender Gunter Müller am Mittwochnachmittag wegen der finanziellen Schieflage der Gesellschaften Insolvenzantrag gestellt. Durch angebliches Missmanagement des mittlerweile gekündigten Kreisgeschäftsführers soll dem Verband ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden sein.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter der DRK-Rettungsdienst Hersfeld gGmbH (73 Beschäftigte) wurde Kanzleichef Dr. Fritz Westhelle eingesetzt, für die DRK Soziale Dienste Hersfeld GmbH (68 Beschäftigte) der Rechtsanwalt Carsten Koch und für die DRK Dienstleistungs- und Immobiliengesellschaft Hersfeld GmbH (zwei Beschäftigte) dessen Kollegin Sandra Mitter.

Wie Dr. Schwarz weiter mitteilte, sollen die Kasseler Anwälte als sogenannte schwache Insolvenzverwalter arbeiten. Das bedeutet, dass die bisherige Geschäftsführung der DRK-Gesellschaften im Amt bleibt und lediglich beaufsichtigt wird. (ks)

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