Dringlichkeitsantrag: SPD-Fraktion will Katzen-Anbau

Rotenburg. Mit einem Dringlichkeitsantrag versucht die SPD-Fraktion im Rotenburger Stadtparlament, doch noch den Anbau der sogenannten „kleinen Katze“ an das Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka) zu erreichen. Damit verabschieden sich die Sozialdemokraten von dem im Juni einstimmig gefassten Beschluss, einen kleineren Zweckbau am Muzkkka zu installieren.

Um den Dringlichkeitsantrag überhaupt auf die Tagesordnung der Sitzung am Donnerstag, 18. August, zu bekommen, müssen zwei Drittel der Stadtverordneten zustimmen.

Die SPD beantragt, den Beschluss vom Juni aufzuheben und den Magistrat zu beauftragen, einen Antrag zum Bau der „kleinen Katze“ zu stellen. Außerdem soll ein Vertrag mit dem Muzkkka-Förderverein geschlossen werden, in dem sich der Verein verpflichtet, jährlich mindestens 5000 Euro Zuschuss zu den Betriebskosten zu zahlen.

In der Begründung von Fraktionsvorsitzendem Wilfried Pfister heißt es: „Nach der Stadtverordnetenversammlung vom 16.Juni hat Professor. Keim die Entscheidung getroffen, ohne den Anbau der „Katze“ sein Amt als Museumsdirektor niederzulegen. Durch diese Entscheidung und durch die Diskussion in der Mitgliederversammlung der Freunde des Muzkkka ist eine neue Situation entstanden. Diese Situation erfordert einen neuen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, um das Muzkkka zu retten.“

Schon an der Demonstration zum Erhalt des Muzkkkas am Montag hatten SPD-Stadtverordnete, aber auch der CDU-Stadtverordnete Heinz Schlegel, der sich im Muzkkka-Förderverein engagiert, teilgenommen. (sis)

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