Dubiose Anbieter verlangen Geld für Handelsregistereintragungen

Dreiste Abzocke von Betrieben

Bad Hersfeld. Die Verbraucherzentrale in Bad Hersfeld warnt vor einer dreisten Abzocke. Immer wieder erhalten Gewerbetreibende, die sich gerade in das Handelsregister haben eintragen lassen, Rechnungen von dubiosen Anbietern. Die fordern eben für diesen Eintrag viel Geld. Meist geht es dabei um Beträge zwischen 500 und 600 Euro.

Durch die zeitliche Nähe zum Registereintrag erwecken die Schreiben den Eindruck, dass die geforderte Zahlung damit im Zusammenhang stehe. „Dabei handelt es sich aber um unseriöse Anbieter, die die Leute abzocken wollen“, erklärt Heike Braun von der Bad Hersfelder Verbraucherzentrale.

Wer ein solches Schreiben erhalte, müsse den geforderten Betrag also nicht bezahlen, führt die Verbraucherschützerin weiter aus.

Sollte eine betroffene Firma den in Rechnung gestellten Betrag dennoch beglichen haben, bleibt nur die Möglichkeit, das Geld zurückzufordern. Dies sollte auf Hinweis der Verbraucherzentrale zügig geschehen, da derartige Firmen nur eine kurze Verweildauer auf dem Markt haben. Auch ins Hause Hersfelder Zeitung sind in dieser Woche gleich drei derartige Zahlungsaufforderungen geflattert.

Die VHG e.K HRA 30381 forderte 522,41 Euro mit dem Vermerk: „Es wird daher eindringlich darauf hingewiesen, dass Abrechnungen des Registergerichts für Handelsregistereintragungen über uns erfolgen.“ Ein sogenanntes Gewerbe-Erfassungs-Register (GER) verlangte 599,76 Euro. In diesen beiden Fällen waren die Überweisungsträger bereits ausgefüllt. Die beiden Empfängerkonten befinden sich demnach in Deutschland.

Nach Bulgarien hingegen sollten 597,99 Euro transferiert werden, die die Gewerbeerfassungs-Zentrale (GWZ) forderte. Auch in diesem Fall war der Zahlschein bereits ausgefüllt. Besonders dreist: die Zahlung sollte innerhalb von drei Tagen nach Erhalt des Schreibens angewiesen sein.

Von Mario Reymond

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