Zentrale Behördenrufnummer auch für Waldhessen geplant

115 - drei Ziffern für alle Antworten

Hersfeld-Rotenburg. Eins-eins-fünf - das soll künftig auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Telefonnummer sein, unter der die Waldhessen Antworten auf ihre sämtlichen Behördenfragen bekommen. „Die 115 kommt bald“, kündigt Michael Adam vom Büro des Landrats an.

Einen genauen Termin kann Adam noch nicht nennen. Doch in zahlreichen Musterregionen bundesweit läuft der Betrieb bereits zur Probe. Neben den Verwaltungen der Metropolen Berlin, Hamburg und Köln ist auch das Regierungspräsidium Kassel darunter, dazu kommen zahlreiche Bundesministerium. Das geht aus der Internetseite www.d115.de des Bundesinnenministerium hervor.

Und das ist das Prinzip der 115: Über eine bundesweit einheitliche Servicenummer sollen Bürger ihre Anfragen zu Behördenangelegenheiten beantwortet bekommen, außerdem können Eingaben bearbeitet werden. Das Telefon sei immer noch ein wichtiger Kommunikationskanal zur öffentlichen Verwaltung, begründet das Innenministerium.

Michael Adam konkretisiert das: „Wir haben die Idee einer Servicezentrale, die einfachere Fragen sofort beantworten kann. Bei komplizierteren Vorgängen wird der Bürger weitervermittelt oder zurückgerufen.“

Die 115 soll es dem Anrufer jedenfalls ersparen, sich zu einem Ansprechpartner durchzufragen oder gar im Telefonbuch zu forschen, welches Amt und welche Dienststelle für sein Anliegen zuständig sein könnte.

Wer Anfragen beantworte oder weitergeben, müsse nicht notwendigerweise in der Kreisstadt arbeiten, sagt Adam, betont aber: „Es gibt eine regionale Verzahnung.“ Wer etwas von einer Behörde im Kreis wissen wolle, lande in keinem Callcenter irgendwo in Deutschland. HINTERGRUND, ZUM TAGE

Von Rainer Henkel

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