Die Stadt Bad Hersfeld überlegt, wo eine neue Kindertagesstätte gebaut werden soll

Drei Standorte denkbar

Bad Hersfeld. Was sich bei der Auswahl des potenziellen Windpark-Betreibers im Stadtgebiet seiner Ansicht nach bewährt hat, das praktiziert Bürgermeister Thomas Fehling nun auch bei der Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Kindertagesstätte: Die Mitglieder der Stadtverordneten-Ausschüsse für Soziales und Sport sowie für Stadtplanung und Umwelt erhielten eine von einem Architekturbüro gefertigte, bunt bebilderte Mappe, in der auf vielen Seiten sämtliche verfügbaren Informationen zusammengestellt worden waren. Damit die Parlamentarier am Ende auch wirklich wissen, was sie tun, gibt’s demnächst auch noch eine „Entscheidungsmatrix“.

Zwei frei, einmal Abriss

Dabei ist die Sache diesmal wohl kaum so kompliziert wie beim Wind. Als denkbare Standorte stehen im nordwestlichen Schilde-Park eine Fläche nahe der Jahnhalle zur Diskussion, der ehemalige Campingplatz neben dem Anne-Frank-Kindergarten und das Gelände der ehemaligen Tuchfabrik Rehn in der Knottengasse.

Während die beiden erstgenannten Grundstücke bereits frei sind, müsste in der Knottengasse erst groß abgerissen werden. Außerdem steht hier ein denkmalgeschütztes, baufälliges Fachwerkgebäude, über dessen Nutzung dann ebenfalls nachgedacht werden müsste.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Verkehrssituation in diesem Bereich zuletzt Ablehnungsgrund für Pläne war, hier einen Einkaufsmarkt zu bauen. Nicht zu vergessen, dass am Standort Knottengasse zu den geschätzten Baukosten von 1,8 bis zwei Millionen Euro auch noch der Grunderwerb hinzu kämen.

Der festgestellte Bedarf der Stadt für eine neue Kindertagesstätte ergibt sich aus einer 70 Namen langen Warteliste für Krippenplätze und den gesetzlichen Bestimmungen, die ab dem 1. August 2013 für Kinder ab dem ersten Lebensjahr einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz vorsehen. Bei den Kindergartenplätzen – Betreuung ab dem dritten Lebensjahr – liegt die Stadt bereits im grünen Bereich.

Die Entscheidung über den Standort für die neue „Kita“ soll rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen gefällt werden.

Von Karl Schönholtz

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