49-Jähriger hat mit 13-Jähriger aus dem Landkreis geschlafen

Drei Jahre Gefängnis für Kinderschänder

Bad Hersfeld. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in zwei Fällen verurteilte das Jugendschöffengericht Bad Hersfeld gestern einen 49 Jahre alten Mann aus Bochum zu drei Jahren Haft. Der Arbeiter hatte im Mai und Juni vergangenen Jahres zweimal mit einem 13-jährigen Mädchen aus dem Kreisgebiet den Geschlechtsverkehr ausgeübt.

„Irgendwie verliebt“ sei er gewesen, gestand der Angeklagte gestern vor dem Jugendschutzgericht. Das sexuell nicht unerfahrene Kind hatte gemeinsam mit einer 12 Jahre alten Freundin, mit deren Mutter der Bochumer vorübergehend liiert war, in der Wohnung des Arbeiters übernachtet. Auf der Couch war es dann zu einem ersten – einvernehmlichen – Geschlechtsakt gekommen. Im Juni hatten sich beide dann in Waldhessen in einer Grillhütte verabredet, wo es zum zweiten Vorfall kam.

Der Angeklagte, der selbst Vater einer Tochter ist, wollte das Mädchen „gefühlsmäßig“ als 14 oder 15 Jahre alt eingeschätzt haben, gab jedoch auf Befragen der Gerichtsvorsitzenden Michaela Kilian-Bock zu, sich „nicht wirklich“ Gedanken über das Alters des Kindes gemacht zu haben.

Räumte der Angeklagte diese Vorwürfe von Staatsanwältin Heike Meeuw-Wilken unumwunden ein, so bestritt er kategorisch, die Tochter seiner Ex-Partnerin, die beim ersten Vorfall mit auf der Couch geschlafen hatte, ebenfalls unsittlich berührt zu haben. Zwar könne es beim gegenseitigen Kitzeln zu Berührungen an der Brust gekommen sein, doch die Scheide des Mädchen habe er nicht angefasst, beteuerte der Bochumer.

Dieser Anklagepunkt wurde schließlich im Einverständnis aller Beteiligten im Hinblick auf die beiden schwerwiegenderen Verbrechenstatbestände eingestellt.

Berücksichtigt wurde zudem, dass dieses Vorgehen und das Geständnis des Angeklagten beiden Mädchen eine Aussage vor Gericht ersparten.  zum tage

Von Karl Schönholtz

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