Die weiteren Phasen der Renaturierung: Altarm, Stillgewässer und See-Anbindung

Drei Baustellen an der Fulda

So soll der Ablauf des Fuldasees in Richtung Norden nach der Neugestaltung aussehen. Zur Orientierung: In der rechten unteren Bildecke verläuft die Bundesstraße 62. Zeichnung und Foto: WAGU/Kassel

Bad Hersfeld. In den Fuldawiesen bei Bad Hersfeld wird es in diesem Jahr gleich drei größere Baustellen geben. Neben der Anbindung des Fuldasees an den Flusslauf (siehe erste Lokalseite) wird auf einer dem Grasbahnoval gegenüberliegenden Wiese am linkem Fuldaufer ein Stillgewässer angelegt.

Drittes größeres Vorhaben ist der bereits im vergangenen Jahr angekündigte weitere Alt-arm nahe Wehr und Wasserkraftwerk, der das Gegenstück zum Altarm an der Bleiche bildet. Dazu kommen noch zwei kleinere Maßnahmen.

Mit der Neugestaltung wird sich zum Teil auch die Wegeführung entlang der Fulda und des Sees ändern. Zudem plant die Stadt, durch Aufstellen von Tischen und Bänken einige neue schöne Plätzchen zu schaffen, an denen man die Natur genießen und Vögel beobachten kann.

Martin Bode, Fachbereichsleiter Technische Dienste bei der Stadt Bad Hersfeld, weist in diesem Zusammenhang auch auf die geplante neue Fischtreppe am Wehr hin (unsere Zeitung berichtete) und auf den vorgesehenen neuen Anlegeplatz für Kanufahrer und Ruderer.

Die seit 2004 laufende Fuldarenaturierung ist kein Selbstzweck und schon gar kein überflüssiger Luxus: Sie dient in erster Linie dem Hochwasserschutz und wurde deswegen vom Land Hessen von Anfang an großzügig gefördert. Die Zuwendungen lagen durchweg zwischen 75 und 80 Prozent der Kosten.  lokalseite 1

Von Karl Schönholtz

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