Über 20 Millionen Euro sind für 2011 eingeplant

Dorferneuerung soll mehr Orten nützen

Hersfeld-Rotenburg. Im nächsten Jahr sollen gut 20 Millionen Euro für die Dorferneuerung in Hessen zur Verfügung stehen. Das Volumen sei damit ähnlich hoch wie in diesem Jahr, erklärte der zuständige Referent im Wirtschaftsministerium, Klaus Schüttler.

Das Geld stamme aus verschiedenen Töpfen: von der Europäischen Union, vom Land und aus dem Kommunalen Finanzausgleich. Wohl auch deshalb ist es in der Vergangenheit zur Irritationen gekommen. Die einzelnen „Töpfe“ im Landeshaushalt seien nicht als Titel Dorferneuerung ausgewiesen, für viele also nicht eindeutig erkennbar gewesen. Die SPD zum Beispiel befürchtete ein radikales Zusammenstreichen des Programms.

Im nächsten Jahr soll ein Übergangsverfahren greifen: nicht mehr einzelne Ortsteile sollen gefördert werden, sondern Projekte, von denen gleich zwei oder drei Ortsteile profitieren können, erklärt Schüttler weiter.

Dieses Verfahren deutet schon die Richtung an, die die Dorferneuerung nehmen soll: Die Überlegungen gehen dahin, dass es in den Landkreisen jeweils pro Jahr nur ein oder zwei Schwerpunktgemeinden geben werde. In denen sollten Projekte gefördert werden, die mehreren Ortsteilen nützen können, hieß es zudem im Ministerium.

Damit solle dem demografischen Wandel ebenso Rechnung getragen werden wie der Tatsache, dass Kommunen kein Geld mehr haben und für sie Folgekosten reduziert werden sollten. Bis zum April 2011 läuft das Auswahlverfahren der nächsten Dorferneuerungsprojekte, dann wird entschieden, wer ins Programm kommt.

Die Stadt Rotenburg hat die Ortsteile Erkshausen und Schwarzenhasel für das Dorferneuerungsprogram 2011 angemeldet. Die SPD-Fraktion hat eine Anfrage zum Thema Dorferneuerung zur Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 16. Dezember, gestellt. (sis)

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