Im nächsten Schuljahr sind die G 8er in den Oberstufen

Im Doppelschritt zur Reifeprüfung

Hersfeld-Rotenburg. Jetzt wird es auch für die letzten Schüler im Kreis Hersfeld-Rotenburg ernst, die die verkürzte Mittelstufe, die sogenannte G 8, absolviert haben: Zum nächsten Schuljahr starten sie in die Oberstufe, einige Schulen müssen doppelte Jahrgänge zum Abitur führen.

Premiere „feiert“ zum Beispiel die Rotenburger Jakob-Grimm-Schule (JGS), die größte Gesamtschule mit Oberstufe im Kreis. 160 Anmeldungen für die Jahrgangsstufe 11 liegen vor, erklärte Schulleiter Friedhelm Großkurth. Zum Vergleich: Bislang waren es durchschnittlich nur 100 Schüler, die in die Oberstufe wechselten.

Sieben Klassen werden voraussichtlich gebildet – und zwar gemischt aus Schülern der jetzigen 9. und 10. Klassen. Mit diesem Mix orientiert sich die JGS an Erfahrungen, die an der Modellschule Obersberg (MSO) gemacht wurden. Dort waren die ersten G 8er bereits im vergangenen Jahr in die Oberstufe gekommen.

„Von der Leistungsfähigkeit her haben wir keinen gravierenden Unterschied zwischen den jüngeren und den älteren Schülern festgestellt“, sagt MSO-Leiter Karl Weber. „Die Jüngeren haben sich nur etwa drei Wochen lang zurückgehalten. Als sie merkten, dass auch die Älteren nur mit Wasser kochen, hat sich die Unterrichtsbeteiligung schnell ausgeglichen.“ Insgesamt seien keine Probleme durch den Doppeljahrgang aufgetreten. Im vergangenen Jahr sind 354 Schüler in die Klasse 11 gekommen, für das nächste Schuljahr wird noch ein weiterer Doppeljahrgang mit 254 Schülern erwartet. Das liegt auch daran, dass an der MSO Schüler Abitur machen, deren Herkunftsschulen die G 8 in unterschiedlichen Jahren eingeführt haben

Auch am relativ neuen Beruflichen Gymnasium in Bebra beginnen die ersten Doppeljahrgänge. Nach Angaben von Schulleiter Wolfgang Haas liegen bislang 90 Anmeldungen für die Jahrgangsstufe 11 vor – keine große Veränderung zum Vorjahr.  Seite 2, Hintergrund, Kommentar

Von Silke Schäfer-Marg

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