Jörg Althoff (Grüne) präzisiert Suedlink-Planung

„Dörfer werden nicht überspannt“

Hersfeld-Rotenburg. Der Grüne Kreistagsabgeordnete Jörg Althoff hat darauf hingewiesen, dass bei den gegenwärtigen Plänen für die so genannte Suedlink-Trasse keine Überspannung von Dörfern durch die Gleichstromleitung vorgesehen ist. Er reagiert damit auf unseren gestrigen Bericht über den wachsenden Widerstand gegen die Trasse und die gemeinsame Kreistagsresolution von SPD und CDU zum Suedlink-Projekt.

Augenblicklich befinde sich das Projekt in der Planaufstellung. Es werde ein „Vorzugskorridor“ diskutiert, erläutert Althoff. Dabei handele es sich um einen 1000 Meter breiten Streifen, in dem die geplante Leitung noch verschoben werden könne.

Ohnehin sei eine Überspannung von Dörfern weder immissionsrechtlich oder baurechtlich, noch nach dem Landesentwicklung und dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz zulässig. Zudem gelten die Abstände zur Wohnbebauung von 400 Metern und zu Wohngebäuden im Außenbereich von 200 Metern. Werden diese Abstände unterschritten, müsse die Leitung im Rahmen des Pilotverfahrens teilerdverkabelt werden. Eine Erdverkabelung von HGÜ-Leitungen sei auch über längere Strecken technisch machbar und relativ unproblematisch, erklärt Althoff. (kai)

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