Diva beflügelt die Fantasie: Musical-Star Bettina Mönch im Bad Hersfelder Grebekeller

Hautnah: Im Grebe-Keller können die Besucher die Festspielstars – hier Musical-Darstellerin Bettina Mönch, die bald wieder als Sally Bowles auf der Bühne der Stiftsruine stehen wird – ganz anders kennenlernen. Foto: Landsiedel

Bad Hersfeld. „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt", mit diesem Zitat von Friedrich Schiller eröffnete Holk Freytag am Samstagabend die bereits zweite Veranstaltung der Reihe „Spielen ist menschlich" im Bad Hersfelder Grebekeller.

Mittelpunkt des Abends war diesmal die Sängerin und Schauspielerin Bettina Mönch, dem Hersfelder Festspielpublikum bestens bekannt durch ihre Rolle als Sally Bowles in Gil Mehmerts Erfolgsinszenierung von Cabaret. Ab September wird sie übrigens als Evita Peron im gleichnamigen Musical in Bonn auf der Bühne stehen.

Respekt vor den Darstellern

In seiner Anmoderation stellte Holk Freytag sie als „im Wortsinne das, was man eine Diva nennt“ vor und ergänzte sogleich „im Sinne einer Projektionsfläche für Fantasien“. Überhaupt sei sein Respekt vor den Musical-Darstellern während seiner Zeit als Intendant enorm gewachsen, da diese gleichzeitig gute Sänger, Schauspieler und Tänzer sein müssten, bekundete Freytag.

Neben einem kurzen Interview mit dem ehemaligen Festspielintendanten, in dem sie einiges über sich und die Welt des Musicals preis gab, begeisterte Bettina Mönch gemeinsam mit Rasmus Borkowski (Joe Gillis in Sunset Boulevard, Cliff Bradshaw in Cabaret, Tonda in Krabat) ihr Publikum mit einer facettenreichen und spannenden Mischung aus Musik und Schauspiel. Musikalisch begleitet wurde sie von Regisseur Gil Mehmert (Cabaret, Sunset Boulevard, Das Wunder von Bern) an der Gitarre und Damian Omansen am Piano.

Einmal mehr erwies sich die Idee, hochkarätige Stars aus Theater und Musical auf einer kleinen Bühne in der zauberhaften Atmosphäre des alten Gewölbekellers bei Kerzenschein hautnah zu präsentieren, als Erfolgsrezept, welches die Zuschauer mit viel Applaus belohnten. Natürlich durfte als Zugabe ein Song aus Cabaret nicht fehlen: Mit „Don’t Tell Mama“ endete ein wundervoller Abend.

Von Thomas Landsiedel

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