Neujahrestreffen des DRK-Planungsstabes

Diskussionen über neue K-Vorschrift

Reinhard E. Matthäi

Bad Hersfeld. Zu einem Neujahrstreffen des Planungsstabes für Krisen- und Katastrophenschutz des DRK-Kreisverbandes Hersfeld hatte der Rotkreuzbeauftragte Reinhard E. Matthäi in Bad Hersfeld eingeladen. Besonders begrüßte er den neu gewählten Kreisvorsitzenden Gunter Müller, der sich bei dieser Gelegenheit über diesen speziellen Teil der Rotkreuzarbeit informierte.

Matthäi präsentierte zunächst das seit 2011 gültige Katastrophenschutzkonzept des Landes Hessen, bezogen vor allem auf die eigene Organisation. Er ging insbesondere auf die Mannschafts- und Geräteaufstellungen sowie die Ausbildungsanforderungen ein. Dies bezieht sich beim DRK auf Sanitätsdienst, Betreuungsdienst und Suchdienst. Das zu installierende Kreisauskunftsbüro ist hessenweit neu im staatlichen Konzept, ist aber in Bad Hersfeld hervorragend aufgestellt (HZ berichtete).

Spezialisten am Start

Auch weitere Spezialeinheiten seien bestens vorbereitet, zum Beispiel der Bergrettungsdienst, also die DRK-Bergwacht Neuenstein, und die Rettungshundestaffel, die mit Rotenburg zusammen eine schlagkräftige Staffel darstelle, wie Matthäi stolz berichtete.

Bundesweites Konzept

Anschließend gab es rege Diskussionen über die neue K-Vorschrift, ein bundesweites DRK-Konzept zum Krisen- und Katastrophenschutzmanagement. Neben dem Rotkreuzbeauftragten mit seinem Planungsstab wird es künftig auch im Ernstfall einen Krisenmanager mit Einsatzstab geben. Danach besprachen die Stabsmitglieder eingehend die Einbindung des gesamten DRK-Potenzials für den Krisenfall. Dies gilt beispielsweise für das Seniorenheim in Friedewald, den Rettungsdienst, ebenso den Fahrdienst, den Menüservice, den Hausnotruf, die Breitenausbildung jeweils in Bad Hersfeld, das DRK-Kleiderlädchen in der Benno-Schilde-Straße in der Kreisstadt genau sowie für alle DRK-Ortsvereine im Kreisverband.

Durch das sogenannte Flexible Hilfeleistungssystem des Roten Kreuzes ist dies alles miteinander verflochten und dient so der Versorgung unserer Bevölkerung im Krisenfall.

Ein weiterer Punkt der wichtigen Stabssitzung waren Planungen für Autobahneinsätze wegen stundenlanger Staus z.B. bei Glatteis, Schneechaos, Großunfällen, Urlaubsverkehr. Hier ist die Zusammenarbeit mit der Hessischen Autobahnpolizei, den Feuerwehren und dem THW ganz wichtig.

Kooperation mit dem Kreis

Immer wieder passieren schwere Unfälle oder gar Katastrophen mit einer hohen Zahl von Verletzten. Für diese Art von Hilfeleistungen mit einer großen Zahl von betroffenen Menschen waren entsprechende Planungen auf der Tagesordnung. Dabei ist auch besonders die Kooperation mit den Behörden des Landkreises Hersfeld-Rotenburg notwendig.

Um alle diese Dinge im Ernstfall zu beherrschen bedarf es immer wieder Übung. Deshalb soll alsbald ein entsprechendes Szenario Grundlage für eine Alarm- und Informationsübung des DRK-Kreisverbandes sein, wie man zum Abschluss gemeinsam festlegte. (red/ks)

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