Vorstudie für Fehlings „Pedway“ untersucht vier denkbare Brücken-Varianten

Direkt im Stadthaus andocken

In dieser Variante führt der Pedway (rot) direkt ins Stadthaus zum Lift. Zeichnung: Otto & Wachtel  

Bad Hersfeld. „Die Bandbreite ist sehr groß,“ beschreibt Bürgermeister Thomas Fehling die Möglichkeiten, den Ostteil des künftigen Schilde-Parks an die untere Fußgängerzone mit dem Stadthaus anzubinden. Doch weder ein weiterer Fußgängerüberweg über die vielbefahrene Dippelstraße als Teil des Stadtrings, noch eine wegen zahlreicher Versorgungsleitungen problematische Unterführung scheinen realistisch.

Die jetzt vorgelegte Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Otto & Wachtel beschäftigt sich deshalb in erster Linie mit einer Überführung, einer Fußgängerbrücke also, oder im Neudeutsch: Pedway.

Da es in Zeiten behindertengerechter Wege mit Treppe rauf, Treppe runter nicht getan ist, untersuchte die Studie mehrere Varianten der Anbindung im Stadthausbereich. Vorstellbar wären ein „Andocken“ im Gebäude an einen bereits vorhandenen Lift oder ein Hindurchführen des Pedway zu einem Treppenturm mit Aufzug vor dem Stadthaus. Treppenturm samt Lift könnten darüber hinaus auch nahe der vorhandenen Torpassage des Stadthauses oder auf dem Parkplatz am Klausturm platziert werden.

Auf der Parkseite könnte die Brückenhöhe von knapp fünf Metern über eine oder mehrere Rampen erreicht werden. Während eine Rampe vom auf gleicher Höhe liegenden Seilerweg nahezu eben verliefe, käme eine Rampe aus Richtung wortreich auf eine Länge von etwa 114 Metern.

Der Bürgermeister sieht neben dem praktischen Nutzen einer solchen Brücke auch die Chance auf ein architektonisches Schmuckstück. Gleichwohl stellt Fehling auch die entscheidende Frage: „Wollen und können wir uns das leisten?“ Die Antwort gibt es demnächst in den Sitzungen der politischen Gremien.

Von Karl Schönholtz

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