Mit dioxinbelastetem Futter gefütterte Ferkel nach Hessen geliefert

Hersfeld-Rotenburg: 320 Ferkel, die mit Dioxin belastetem Futtermittel gefüttert wurden, sind an einen Mastbetrieb im Landkreis Hersfeld-Rotenburg geliefert worden. Das hat das hessische Verbraucherschutzministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitgeteilt.

Die Ferkel wurden seit der achten Lebenswoche in einem Thüringer Schweinemastbetrieb mit Dioxin belastetem Futtermittel gefüttert. Am 14. Dezember wurden die elf bis zwölf Wochen alten Ferkel nach Hessen ausgeliefert. Der Betrieb ist derzeit amtlich gesperrt; dies bedeutet, ein Weiterverkauf der Ferkel oder eine sonstige Vermarktung der Ferkel ist bis auf Weiteres nicht möglich. „Wir prüfen derzeit, ob Ferkel geschlachtet oder ausgeliefert wurden“, heißt es aus dem Umweltministerin.

Das weitere Vorgehen sei von den Ergebnissen dieser Prüfung abhängig. Nach Einschätzung der Experten besteht bei dem Verzehr eines solchen Ferkels nach derzeitigem Kenntnisstand aber keine Gesundheitsgefahr. Es sei absehbar, dass die Belastung mit Dioxin sehr gering sein dürfte, so ein Sprecher des Ministeriums. Das Umweltministerium setzt derweil die Kontrollen der Hersteller und Händler von Fetten für die Futtermittelproduktion - beispielsweise Biodieselhersteller - fort.

Zusätzlich zu den üblichen Lebensmittenkontrollen werden außerdem gezielt Eier aus betroffenen Bundesländern aber auch aus Hessen unter die Lupe genommen. „Wir haben außerdem in Frage kommende Betriebe aufgefordert, im Zuge ihrer Sorgfaltspflicht eigene Dioxinuntersuchungen machen zu lassen“, teilt ein Sprecher des Umweltministeriums mit.

Kommentare