250 Dinge, die wir an der Region mögen, Teil 9: Das Dörfchen Rotterterode

Schmuckkästchen am Wald

Mir gefällt ganz besonders gut mein Heimatdörfchen Rotterterode, ein Ortsteil von Kirchheim, in dem ich vor 74 Jahren in einem heute noch existierenden Fachwerkhaus – Baujahr circa 1800 – auf einem Bauernhof geboren wurde. Rotterterode, im Jahre 1317 erstmalig urkundlich erwähnt, war in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unbesiedelt und ist erst nach 1563 wieder besiedelt worden.

Zu den ersten Siedlern dieser Jahre gehörten auch meine Vorfahren, deren Linie sich auch heute noch lückenlos zurückverfolgen lässt. Ich wohne seit 35 Jahren in der Kerngemeinde Kirchheim, aber ich besuche so oft wie möglich das fünf Kilometer entfernte, abgeschiedene Dörfchen am Fuße des Eisenberges.

Hessenweite Ehrung

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Vor genau 50 Jahren – im Jahre 1963 – wurde das damals noch eigenständige Dorf in dem von der hessischen Landesregierung ausgeschriebenen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ Gebietssieger der Landwirtschaftsschulbezirke Hersfeld, Homberg, Hünfeld, Fulda und Hilders. Einzel- und Gemeinschaftsleistungen der Einwohner hatten aus dem kleinen Ort am Wald ein wirkliches Schmuckkästchen gemacht. Im Hinblick auf Sauberkeit und Instandhaltung von Straßen, Plätzen und Hofraum hatte Rotterterode außerordentlich erfolgreich abgeschnitten. Der Friedhof mit der Ehrenstätte fand den besonderen Beifall der Bewertungskommission.

Ein Spaziergang im und um das heute knapp 80 Einwohner zählende Dörfchen – besonders im Frühjahr wenn die zahlreichen Laubbäume zu grünen beginnen oder auch im Herbst wenn sich der Wald bunt färbt – ist für mich immer wieder ein Genuss.

Von Georg Schmidt

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