250 Dinge (130): Die Birkenallee zum Herzberg

Die Birkenallee ist so schön wie eine Filmkulisse und tatsächlich wurde die kleine Allee, die man auf dem Weg zur Burg Herzberg durchquert, schon für einen Film genutzt. „Die Dreharbeiten waren in Alsfeld und die Birkenallee wurde als Zufahrt zu einem Schloss mit aufgenommen“, erinnert sich Willi Nuhn. Als „Der Vogelhändler“ 1962 in die Kinos kam, war der Breitenbacher ein Teenager und natürlich sprach man im Dorf darüber, dass mit Schauspielergrößen wie Conny Froboess, Georg Thomalla, Peter Weck oder Rudolf Vogel in der Gegend gedreht wurden.

Wie damals, so vermitteln die Birken noch heute Romantik und das Gefühl einer freundlichen Einladung. Wenn der Wind in den Blättern singt und die Schatten auf dem Asphalt tanzen, möchte man zusehen, lauschen und die Zeit vergessen. Oder trägt ihr Rauschen den Ruf der Burg Herzberg? Sind sie die Boten, die den Wanderer einladen, den Aufstieg durch den dunklen Wald zu wagen und in den Burgmauern Schutz und Erholung zu suchen, sich zu stärken und den Ausblick zu genießen? Das muss wohl jeder für sich selbst feststellen. Die vierjährige Emma jedenfalls freut sich, dass sie hier die Vögel zwitschern hört und ihre schillernden Seifenblasen ungestört mit dem Wind fliegen. Foto: Urban

Kommentare