Arbeitskreis für Musik bietet gekürzte Fassung der „Entführung aus dem Serail“ an

Diesmal zweieinhalb Opern

Bad Hersfelder Opern-Macher (von links): AfM-Vorsitzender Alf Rothe, Sparkassen-Vorstand Reinhard Faulstich, Dirigent Michael Stolle (dahinter), Barbara Buffy (Carmen), Lisa Rothländer (Blonde, dahinter), Markus Fischer (musikalische Assistenz), Herbert Wüscher (Don José), Gunther Emmerlich (Bassa Selim), Margareta von Trott zu Solz, Eva Naumann (beide AfM) und Regisseur Hugo Wieg. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Kaum haben Schauspiel und Musical der Bad Hersfelder Festspiele ihre Premieren über die Bühne der Stiftsruine gebracht, da zieht – zumindest tagsüber – auch schon die Oper ein. Geprobt werden hier Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ und „Carmen“ von Georges Bizet. Gespielt wird in der Zeit vom 5. bis zum 21. August.

Gestern hatte der Arbeitskreis für Musik (AfM) als Veranstalter der Oper in der Stiftsruine groß aufgefahren, um für seine Programm zu werben: Neben Regisseur Hugo Wieg und Dirigent Michael Stolle von der Mozart-Produktion waren auch Solisten wie Gunther Emmerlich (Bassa Selim), Barbara Buffy (Carmen), Herbert Wüscher (Don José) und Lisa Rothländer (Blonde) gekommen.

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Nur der künstlerische Direktor Siegfried Heinrich, der nach einem Bühnenunfall noch etwas Schonung benötigt, und „Carmen“-Regisseur Rainer Wenke, der anderenorts im Einsatz war, fehlten.

Hugo Wieg berichtete von seinem diesjährigen Doppeleinsatz, denn neben der regulären Inszenierung muss er auch eine kindgerechte Fassung der „Entführung“ zusammenstellen. Hatte sich der AfM bisher schon gelegentlich mit Mini-Opern im Bachhaus an ein jüngeres Publikum gewandt, so besteht diesmal der Ehrgeiz darin, Sechs- bis Zwölfjährige mit reduzierten, aber vollwertigen Aufführungen für das Genre zu begeistern.

„Wir werden das Märchen in den Vordergrund stellen und die Besucher so an Mozart heranführen“, sagte Gunther Emmerlich, der diese Schüler- und Familienvorstellungen moderieren wird. Termine sind der 10. und der 21. August, jeweils um 11 Uhr.

Emmerlich, der als Sänger und TV-Moderator schon weit herumgekommen ist, muss in seiner Rolle als Bassa Selim zwar nicht singen, bekannte jedoch, sich auf der riesigen Bühne der Stiftsruine „auch mit 1,93 Metern Körpergröße schon recht klein vorgekommen“ zu sein. Die Ruine mit Ton und Ausstrahlung zu füllen, sei eine Herausforderung.

Mit dabei beim Pressetermin war auch Reinhard Faulstich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, die mit ihren Organisationen zu den Unterstützern der Oper zählt. Faulstich sagte, es müsse bei Festspielen und Oper kein „Entweder oder“ geben, weil es in der Stadt genügend Menschen gebe, die sowohl das eine wie das andere schätzen.

Eintrittskarten und Informationen beim Arbeitskreis für Musik, Nachtigallenstraße 7, Bad Hersfeld, Telefon 06621/506713. Online-Buchung: www.opernfestspiele-badhersfeld.de

Von Karl Schönholtz

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