Onlinewache wird stärker genutzt - direkter Kontakt wird nicht ersetzt

Diebstahl mit einem Klick der Polizei melden

Bad Hersfeld. Immer mehr Menschen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg gehen ins Internet, um dort kleinere Straftaten direkt an die hessische Polizei zu melden. Über die Onlinewache gingen von der Einführung des Portals www.polizei.hessen.de/onlinewache im Jahr 2005 bis Mitte 2007 lediglich 770 Einträge beim Polizeipräsidium Osthessen ein. Das steigerte sich bis September 2009 auf 3000 Anzeigen insgesamt.

In den vergangenen Wochen wurden nach Auskunft der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg beispielsweise Verkehrsordnungswidrigkeiten, Handy-Diebstähle und Sachbeschädigungen an Autos von Bürgern des Kreises an die Onlinewache gemeldet. Das sei laut Frank Wienand vom Landeskriminalamt für die Bürger oft einfacher als ein Gang zur Polizeiwache und spare den Beamten ebenfalls Zeit.

1100 Anzeigen pro Monat

Hatte die hessische Polizei zu Beginn mit durchschnittlich 480 monatlichen Strafanzeigen gerechnet, sind die Anzeigen hessenweit jetzt auf 1100 pro Monat gestiegen. „Das bedeutet Arbeitserleichterung und schafft Freiräume für die eigentlichen Polizeiaufgaben: die Bekämpfung und Verhinderung von Straftaten“, sagt Frank Wienand.

Nicht nur Privatleute aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg nutzen die Onlinewache, sondern auch die einheimischen Verkehrsbetriebe und Kaufhausketten. Sie können sich beispielsweise als registrierte Nutzer anmelden und Schwarzfahrer oder Ladendiebstähle noch schneller melden. Die Anzeigen im Netz kommen auf einem Server an, von dem aus sie sofort an das Polizeipräsidium Osthessen und von dort an die richtige Dienststelle weitergegeben werden.

„Den persönlichen Kontakt kann und soll die Onlinewache nicht ersetzen“, sagt Wienand, der sie betreut. Vor allen Dingen sei dieser Weg für Notfälle nicht geeignet. Dann sei immer die Nummer 110 nötig. Hintergrund, zum Tage

Von Judith Strecker

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