Hersfelder Traditionsfest an alter Stätte

„Die Leute wollen auf den Tageberg“

Bad Hersfeld. Drei Jahre lang hat die Bad Hersfelder Feuerwehr ihr Fest aus verschiedenen Gründen mal nicht im Wald auf dem Tageberg gefeiert – und dabei erkannt, dass das Feiern ohne den Tageberg nicht der Weisheit letzter Schluss ist. „Die Leute wollen auf den Tageberg, das ist der Wunsch der Bevölkerung“, berichtet Ernst Sasse, Zugführer des 2. Löschzuges, der in diesem Jahr mit der Ausrichtung des Festes betraut ist.

Mit etwa 30 der 45 Mitglieder des Zuges ist er seit Anfang dieser Woche dabei, den Tanzplatz herzurichten, damit mehrere tausend Besucher hier ein paar unbeschwerte Stunden mit „ihrer“ Feuerwehr verbringen können. Die meisten Helferinnen und Helfer haben sich hierfür eine Woche Urlaub genommen. Auch eine Nachtwache muss besetzt werden.

1000 Preise gestiftet

Nicht nur der Aufbau von Tanzboden, Bühne und Zelt sowie der Transport von Material und Vorräten beschäftigt die Wehr, sondern auch die Organisation der überaus beliebten Tombola. „Wir haben wieder 1000 Preise gestiftet bekommen, dafür vielen Dank an die Geschäftsleute“, sagt Sasse. Obwohl es insgesamt schwieriger geworden sei, seien viele Geschäfte überaus großzügig. „Und manche sind sogar böse, wenn wir wegen der Preise nicht gleich vorbeikommen“, schmunzelt der Wehrführer.

Bei ihren Vorbereitungen haben die Wehrleute mittlerweile mit immer strengeren Auflagen zu kämpfen. Statt wie bisher mit Gas zu grillen, muss jetzt Strom herbeigeschafft werden – dank der Unterstützung durch das technische Hilfswerk konnte dieses Problem gelöst werden.

Auch das ursprünglich geplante Ponyreiten für die Kinder findet nicht statt, um dem Tierschutz zu genügen.

Ansonsten ist jedoch alles auf dem Weg: Drei Kapellen – die „Kathuser Wilddiebe“ am Samstagnachmittag, am Abend die Party-Band „Night & Day“ sowie am Sonntag das Bläserkorps Mackenzell – sorgen für die Musik, die Wiese für die Parkplätze ist gemäht und das Zelt, das bei Bedarf mal vor einem Regenschauer schützt, steht auch schon.

Und dann weist Ernst Sasse noch auf etwas ganz Wichtiges hin: „Der Eintritt ist an beiden Tagen frei“. Beginn ist am Samstag um 14 Uhr.

Von Karl Schönholtz

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