Landkreis will keinen Schnellschuss - Sponsoren werden benötigt

Defibrillatoren für alle Sporthallen?

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Hersfeld-Rotenburg. Die Ausstattung von Sporthallen und öffentlichen Gebäuden beziehungsweise Plätzen mit Defibrillatoren wird im Landkreis Hersfeld-Rotenburg schon seit einigen Jahren vorangetrieben, zumeist auf Initiative von Privatpersonen und Sponsoren. Eine flächendeckende Versorgung mit den Geräten gibt es allerdings noch nicht. Wieder an Aktualität gewonnen hat die Forderung nach „Defis“ für alle Sportstätten nach dem plötzlichen Herztod eines jungen Handballers in der Heringen Sporthalle, der nur überlebte, weil zufällig ein Rettungssanitäter vor Ort war.

Wieder an Aktualität gewonnen hat die Forderung nach „Defis“ für alle Sportstätten nach dem plötzlichen Herztod eines jungen Handballers in der Heringen Sporthalle, der nur überlebte, weil zufällig ein Rettungssanitäter vor Ort war.

39 Turnhallen gibt es in Hersfeld-Rotenburg, für die der Kreis als Eigentümer zuständig ist, wobei nicht in allen Vereinssport betrieben wird. „Wir stehen dem offen gegenüber“, sagt der Sprecher des Landkreises, Michael Adam. Ohne Sponsoren gehe es jedoch nicht. Zu bedenken sei darüber hinaus, dass die Geräte eine sichere Handhabung bräuchten, Missbrauch verhindert und die Sicherung derartig teurer Geräte gewährleistet werde. „Insgesamt benötigt das Thema keinen Schnellschuss, sondern überlegtes Handeln“, teilt Adam auf Anfrage mit.

Im Altkreis Rotenburg sind bereits einige Hallen mit „Defis“ ausgestattet, in Heringen werden nun auf Initiative der Stadt in der Großsporthalle und an der Georg-August-Zinn-Schule solche Geräte „stationiert“. Die Unterhaltung und Wartung übernimmt dann der Landkreis. (nm)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten HZ am Mittwoch. Wir haben außerdem ein Experten-Interview zur Benutzung von halbautomatischen Defibrillatoren für Laien geführt.

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