Christlicher Hilfsdienst will mindestens 2000 Pakete verschicken

Dazu eine warme Mütze

Für jedes Kind ein Paket: In Atel in Rumänien freuten sich diese Jungen und Mädchen im vergangenen Jahr über Geschenke aus Deutschland. Foto:  CHD

Bad Hersfeld. Jedes Paket hat den gleichen Inhalt. So wird niemand bevorzugt oder benachteiligt. Das gehört zu den Grundprinzipien des Christlichen Hilfsdienstes (CHD) Bad Hersfeld, der in diesem Jahr zum 14. Mal Päckchen für Bedürftige packt.

Vor allem Lebensmittel sind in den nahrhaften Kisten enthalten: Nudeln, Reis, Konserven, Margarine – Dinge, die haltbar sind und satt machen. Dazu gibt es Süßigkeiten, die vor allem den Kindern eine Freude machen sollen, und praktisches Dinge, zum Beispiel eine Brotdose von der Firma Gies oder Zahnbürsten und Zahnpasta. Sechs Kilogramm wiegt so ein Paket, erklärt Gerhardt Stedtler vom Christlichen Hilfsdienst, und es hat einen Wert von zehn Euro.

Verteilt werden die Päckchen an Menschen, die diese Unterstützung dringend nötig haben. Sie leben in Rumänien oder in der Ukraine, aber auch in Berlin und in Bad Hersfeld. Hier werden zum Beispiel die Teilnehmer der traditionellen Weihnachtsfeier für Wohnungslose bedacht.

In diesem Jahr, so Gerhardt Stedtler, wird ein Schwerpunkt Rumänien sein. Vor allem kinderreiche Familien in den vom sommerlichen Hochwasser stark betroffenen Gebieten sollen Unterstützung erhalten. In diesen Paketen gibt es noch eine besondere Überraschung. Ein warme, handgestrickte Mütze, einen Schal, Handschuhe oder ein Paar Socken sollen Kinder im Winter warm halten. Über 600 Teile sind bisher schon fertig, freut sich Stedtler, eifrig genadelt von fleißigen Strickerinnen.

3000 Faltkartons

Auch sonst läuft die Vorbereitung für die 14. Weihnachtspaketaktion auf Hochtouren. Rund 3000 Faltkartons wurden bereits gespendet und warten darauf, gefüllt zu werden. Der Christliche Hilfsdienst hofft wieder auf die großzügige Unterstützung der Waldhessenbevölkerung. „Schulen, Kindergärten, Firmen, Vereine und natürlich Privatleute sind auch in diesem Jahr willkommen mitzumachen“, sagt Stedtler.

Jeder, der ein Paket packen will, kann ein Packset anfordern oder bei den Kontaktpersonen abholen, selbst einkaufen und packen. Die Waren, die in das Paket gehören, gibt es in vielen Supermarkten in der Region an Aktionsständen. Die andere Möglichkeit ist, die Aktion durch eine Geldspende zu unterstützen. Jeder Euro ist willkommen, der zur Deckung der Transportkosten beiträgt, die mit etwa 2000 Euro zu Buche schlagen.

Die Pakete werden von Helfern des CHD persönlich nach Rumänien oder Berlin gebracht und dort verteilt. „Jedes Paket kommt an“, betont Stedtler. Er hofft, dass in diesem Jahr wieder die Zielmarke von 2000 Paketen erreicht wird. Im Jahr 2008 waren es sogar 2600.

Der Christliche Hilfsdienst ist übrigens nicht nur zu Weihnachten aktiv. Zur Hilfe für die Hochwasseropfer in Rumänien fuhren bereits sechs Lastwagen voll mit Baumaterial nach Rumänien. „Drei Lkws hat die Firma Eternit gestiftet“, freut sich Stedtler. In der Ukraine hat der Christliche Hilfsdienst die strengen Zollbestimmungen umgangen, indem ein Team vor Ort eingekauft, Pakete gepackt und verteilt hat. (zac)

Kommentare