Interview: Mundharmonika-Spieler Michael Hirte kommt mit Band nach Bad Hersfeld

Dankbar für die Chance

Michael Hirte, bekannt als der Mann mit der Mundharmonika, gibt am 18. April ein Konzert in Bad Hersfeld. Foto: nh

Bad Hersfeld. Als Mann mit der Mundharmonika ist Michael Hirte 2008 als Sieger der Casting-Show „Das Supertalent“ bekannt geworden. Seitdem hat er fünf CDs herausgebracht. Dennoch habe sich sein Leben eigentlich gar nicht so sehr verändert, meint der Musiker selbst.

Am Mittwoch, 18. April, tritt Hirte in der Bad Hersfelder Stadthalle auf. Mit dabei ist auch Michael Holderbusch aus Baunatal, der ebenfalls beim „Supertalent“ bekannt wurde. Im Vorfeld des Konzerts stand Michael Hirte unserer Zeitung für ein Interview zur Verfügung.

Die Mundharmonika ist nicht gerade das bekannteste und beliebteste Instrument, was gefällt den Menschen so gut an Ihrer Musik?

Michael Hirte: Die Spielweise, denke ich. Jeder hat einen anderen Stil und spielt irgendwie anders. Ich wollte damals eigentlich nur einmal für meine Familie im Fernsehen spielen, und das ist dabei herausgekommen... Die Mundharmonika ist auch schön klein, ich habe immer eine in der Tasche, und wenn mir eine Melodie im Kopf rumschwirrt, spiele ich die. Das ist ein schönes Instrument, auch vom Klang her. Man kann damit viel ausprobieren.

Vom Straßenmusiker zum Superstar, was bedeutet dieser Werdegang für Sie?

Hirte: Das ist das Verdienst der Menschen und der Sendung ‘Das Supertalent’. Ich bin sehr dankbar, dass es diese Sendung gibt. Es ist einfach schön, jetzt auf so großen Bühnen stehen zu können, sich bei den Fans bedanken und sich mit ihnen zu unterhalten und Fotos machen zu können.

Ihr Leben nach der Teilnahme am Supertalent hat sich sehr verändert, etwa nur zum Positiven?

Hirte: Verändert hat sich das eigentlich gar nicht. Das Einzige, das sich geändert hat, ist, dass ich früher immer gefragt habe, ob ich irgendwo spielen kann, und jetzt ist es andersrum. Da fragen sie mich, ob ich komme.

Können Sie denn noch unerkannt über die Straße gehen, oder kennen die Menschen zwar Ihre Musik, aber nicht so sehr Ihr Gesicht?

Hirte: Mich erkennen alle. Überall.

Am 18. April treten Sie in Bad Hersfeld auf, kennen Sie die Stadt?

Hirte: Mir ist so, als wenn ich da schon mal gewesen wäre (überlegt).. . Zumindest auf der Autobahn bin ich schon mal vorbeigefahren. Ich freue mich auf jeden Fall auf Bad Hersfeld. Doch, ich denke, ich war schon mal da.

Was dürfen die Gäste von dem Konzert erwarten?

Hirte: Das geht damit los, dass ich schon vor Beginn im Foyer bin und alle Gäste begrüße, und in der Pause und am Ende bin ich auch da. Die Tour heißt ja My Way, und ich werde meinen Lebensweg darstellen. Wie ich angefangen habe mit dem Mundharmonikaspielen und so weiter. Es gibt aber natürlich auch Musik. Wir haben eine richtige Liveband, und der Sänger Michael Holderbusch und die Straßenmusikerin Simone Oberstein, die ich entdeckt habe, sind dabei.

Wie kam es denn zur Zusammenarbeit mit Michael Holderbusch?

Hirte: In der Zeitung stand mal, er hätte sich an mich rangeworfen. Das stimmt nicht. Ich habe ihn beim Supertalent kennengelernt, ein Glück, dass es diese Sendung gibt, und dann habe ich alles Mögliche in die Wege geleitet, dass er mit mir zusammen auf Tour geht. Ich wollte das so.

Von Nadine Maaz

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