Neue K&S-Seniorenresidenz wurde gestern in Bad Hersfeld eingeweiht

Daheim im Heim

Den kirchlichen Segen für die neue Seniorenresidenz spendeten die Pfarrer Holger Grewe und Bernhard Schiller. Grüße überbrachten Bürgermeister Thomas Fehling und Sozialminister Thomas Grüttner (von rechts). Foto: Zacharias

Bad Hersfeld. Daheim im Heim sollen sich die Menschen fühlen. So fasste Hessens Sozialminister Thomas Grüttner gestern Nachmittag bei der Einweihung der neuen K&S-Seniorenresidenz in Bad Hersfeld sowohl das Anliegen der Hessischen Landesregierung als auch die Bemühungen der K&S-Unternehmensgruppe zusammen.

Grüttner beschrieb eine positive Entwicklung in der Altenpflege in den vergangenen Jahren, weg von Pflegeheimen, die eher den Charakter eines Krankenhauses hätten und hin zu Einrichtungen, in denen die Menschen in überschaubaren Wohngruppen in ihren eigenen Möbeln lebten. Das Land Hessen fördere nur noch Einrichtungen, die solche Wohngemeinschaften für maximal zehn Bewohner anböten, stellte Grüttner fest.

Ohne Fördergeld

Ohne einen Cent Fördergeld, so hatte zuvor Rudolf Priemer vom Vorstand der Dr. Krantz Sozialbau und Betreuung, betont, habe das Unternehmen aus Sottrum in Niedersachsen die Seniorenresidenz in Bad Hersfeld errichtet. K&S betreibt 24 Seniorenresidenzen in ganz Deutschland, weitere sind in Planung. Priemer dankte der Stadt und dem Kreis für die „beispielhaft gute“ Zusammenarbeit und kündigte an mit dem Sozialminister ins Gespräch kommen zu wollen über die Gleichbehandlung von privaten und öffentlich geförderten Einrichtungen der Altenpflege. Gleichwohl waren sich Priemer und Grüttner einig: Der Mensch müsse im Mittelpunkt der Altenpflege stehen. Und da gebe es noch Handlungsbedarf bei der Politik, weil die Zuwendung zu den Menschen eigentlich wichtiger sei als die zeitaufwendige Dokumentation.

123 Seniorinnen und Senioren sollen sich in dem neuen Altenheim wohl fühlen. Für sie gibt es 91 Einzel- und 16 Doppelpflegezimmer mit jeweils eigenem Sanitärbereich. Jeder Wohnbereich verfügt über einen eigenen Balkon oder eine Terrasse sowie einen Wohnbereich mit einer Küche. Im Erdgeschoss stehen Gemeinschaftseinrichtungen zur Verfügung.

Dass es sich in Bad Hersfeld am Eingang des Kurviertels gut leben lässt, das versicherte Bürgermeister Thomas Fehling den Bewohnern und lobte die gute Standort-Wahl.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Udo Diegel am Klavier und dem 85-jährigen Walter Königshof am Tenorsaxophon.

Am Sonntag, 13. Februar, stehen die Türen der Seniorenresidenz von 13 bis 18 Uhr für alle Interessierten offen.

Von Christine Zacharias

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