Junge Leute der Tanzschule Meckbach nehmen wieder an den Opernfestspielen teil

Dabeisein macht stolz

Auch die acht Ballettänzerinnen spielen bei ihren drei Einsätzen in der Oper „Aida“ Sklavinnen. Fotos: Sandrock

Bad Hersfeld. Den Kindern und Jugendlichen ist die Vorfreude auf den bevorstehenden Auftritt in der Oper „Aida“ an den strahlenden Gesichtern anzusehen. Die Kopftücher werden zurechtgezupft, die Kostüme sitzen, alle wuseln durcheinander.

Auf die Frage ob sie aufgeregt sind, antworten die Sechs- bis Dreizehnjährigen im Chor mit einem lauten „Nein“. „Es ist so cool, lustig, aufregend, manchmal auch hektisch und anstrengend auf der Bühne, aber es macht so viel Spaß“, antworten sie abwechselnd.

Zum wiederholten Male wirken Schülerinnen und Schüler der Tanzschule Meckbach bei den Opernfestspielen mit, im Stück „Aida“ und auch bei „Così fan tutte“.

„Wir sind stolz, dabei zu sein“, strahlt Tanzlehrerin Michèle Meckbach. Auch die Schülerinnen sind begeistert: „Es ist ein tolles Feeling, auf der großen Bühne unter freiem Himmel aufzutreten, das genießen wir“, beschreibt Valentina Kornuschka, 23 Jahre. „Es ist aufregend einen Einblick zu bekommen und auch mal hinter die Bühne zu schauen“, strahlt Katharina Hoffmann, 13 Jahre.

Alle hoffen sie, auch nächstes Jahr wieder bei den Opernfestspielen mitwirken zu dürfen. „Von Montag bis Sonntag spielen wir dann mit, am besten 35 Stunden jeden Tag!“, ruft Matthias Krenz lachend, der einzige junge Mann unter den vielen Mädchen.

Die Tanzschülerinnen sind beeindruckt von den imposanten Kostümen der Künstler und wie toll diese singen können. „Ich singe auch immer mit“, ruft Johanna Klöpfel, sieben Jahre. „Und sie verpasst auch nie ihren Einsatz“, ergänzt die Betreuerin schmunzelnd. Die Auftritte sind immer spannend für alle, und in den vergangenen Tagen sorgte vor allem der Regen für Trubel. „Wir hatten erst Angst, auf der nassen Bühne auszurutschen“, erzählt Alina Rückauf. Beim Unwetter durften die elf jüngeren Tänzer am Rand der Bühne unter dem Bühnendach stehen bleiben, ihre Rolle wurde dem Wetter angepasst. Auch die älteren Tänzerinnen wurden versorgt: „Alle acht haben einen Regenschirm bekommen, da war der Regisseur total flexibel. Das fand das Publikum natürlich lustig“, erzählt Lehrerin Michèle Meckbach begeistert.

Alle Tänzerinnen und Tänzer gehen gerne zu den Proben und Aufführungen „Es ist hier richtig familiär. Alle gehören dazu, von ganz klein bis groß“, sagt Daniela Rückauf, stolze Mutter einer Tanzschülerin, die unterstützend mit auf der Bühne steht. „Die Künstler reden auch immer mit uns. Aida sagt mir sogar jeden Tag Hallo“, ergänzt ihre Tochter Alina Rückauf stolz.

Die Auftritte sind natürlich mit viel Aufwand verbunden, aber das steht nicht im Vordergrund, betont Meckbach. „Es ist das Wichtigste, dass die Kinder Spaß haben. Sie kommen mit strahlenden Gesichtern von der Bühne und man sieht sie mindestens 15 Zentimeter wachsen, wenn sie auf der Bühne stehen. Das ist toll.“

Von Sina Lena Sandrock

Kommentare