Auftragslage deutlich besser - Kurzarbeit ist Vergangenheit

Conti-Werke in Region fahren gut durch Krise

Bebra. Die Standorte des hannoverschen Autozulieferers Continental in der Region sind zum Teil besser durch die Krise gefahren als der Gesamtkonzern, der 2009 einen Umsatzrückgang von 17,1 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro sowie einen Verlust von 1,65 Mrd. Euro verkraften musste.

Reagierte Conti Ende 2008/ Anfang 2009 auch in den Werken Korbach, Northeim, Bebra und Hann. Münden zunächst mit der Kündigung von Leiharbeitsverträgen und befristet Beschäftigter sowie mit Kurzarbeit auf die zum Teil dramatischen Auftragseinbrüche, ist in allen vier Werken weit gehend Normalität zurückgekehrt. An allen Standorten in Nordhessen und Südniedersachsen wird nicht mehr kurzgearbeitet. Korbach: Im größten Conti-Werk in der Region profitieren die rund 3000 Beschäftigten von einer gestiegenen Nachfrage nach Reifen, Schläuchen und Gummileitungen. Werkleiter Werner Salokat blickt verhalten optimistisch in die überschaubare Zukunft. Northeim: „Kein Boom aber auch keine Not“, umschreibt Betriebsratsvorsitzender Jörg Schustereit die Situation im Werk Northeim mit rund 1600 Beschäftigten. Kurzarbeit sei passé, und die Auftragslage zufriedenstellend. Bebra: Ähnlich gut ist die Lage im Werk Bebra, wo knapp 1200 Mitarbeiter (einschließlich Zweigwerk Mühlhausen) unter anderem Einspritzpumpen und Türverriegelungen fertigen. Werksleiter Wilhelm Bock sagte, die Auslastung sei gut. Bis Mitte des Jahres sei die Beschäftigung gesichert. Münden: Auch in den Mündener Gummiwerken mit seinen Ablegern in Oedelsheim (Kreis Kassel) und Hedemünden (Kreis Göttingen) ist die Lage weit besser als vor einem Jahr. Seit dieser Woche produzieren die rund 670 Beschäftigten dank eines neuen Kunden wieder in vier Schichten. Und es seien sogar einige Leiharbeitsstellen geschaffen worden, sagte der stellvertretende Betriebsratschef Gerhard Leibeling. ZUM TAGE/WIRTSCHAFT

Von José Pinto

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