K+S eröffnete Güterbahnhof in Röhrigshof – Sechs Millionen Euro investiert

Containerzüge zur Küste

Endstation: Der Kali-Kai im Hamburger Hafen. Foto: K+S

Röhrigshof. Mit einer Einweihungsfeier wurde gestern nach mehrmonatiger Erprobung der Regelbetrieb auf dem Werra-Kombi-Terminal der K+S Transport GmbH im Philippsthaler Ortsteil Röhrigshof aufgenommen.

Auf dem 40 000 Quadratmeter großen Bahnhofsgelände zwischen Werra und Bundesstraße 62 werden zurzeit wöchentlich drei Containerzüge der K+S-eigenen Bahnlinie Baltic Train von und nach Hamburg und Bremerhaven abgefertigt. Pro Tag werden durchschnittlich 50 Container umgeschlagen.

Gefahren wird in erster Linie Überseefracht aus dem benachbarten Kaliwerk Werra. Grundsätzlich stehen aber Terminal und Zugverbindungen allen interessierten Firmen zur Verfügung.

„Mit dem Werra-Kombi-Terminal entlasten wir die Straßen der Region vom Lkw-Durchgangsverkehr, in dem wir weitere Gütermengen auf die Bahn verlagern“, erklärte Andreas Daugs, Geschäftsführer der K+S Transport GmbH. „Gleichzeitig bieten wir Unternehmen aus diesem Wirtschaftsraum einen attraktiven Bahnzugang zu den Überseehäfen.“

Hohe Förderung

Wegen des Entlastungsaspekts erhielt die Tochterfirma des Kasseler Düngemittelkonzerns K+S zu den Baukosten von rund sechs Millionen Euro einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 4,3 Millionen Euro.

Durch die regelmäßige Verbindung zu den Seehäfen verbessere sich die Qualität des Wirtschaftsstandorts Philippsthal deutlich, erklärte der Philippsthaler Bürgermeister Ralf Orth, die Zukunft der vorhandenen Arbeitsplätze sei sicherer geworden. Die Gemeinde habe ihren Beitrag zu dem Projekt mit einer 900 000 Euro teuren Zufahrt von der B 62 in das Gewerbegebiet Röhrigshof geleistet.

Orth verhehlte nicht, dass es in der Gemeinde auch Kritiker des Bahnhofbaus gegeben habe. Deren Bedenken, zum Beispiel wegen der Lärmentwicklung, seien ernst genommen worden.

Der Containerbahnhof bietet in der jetzt eröffneten ersten Baustufe zwei Ladegleise von je 430 Metern Länge, 20 000 Quadratmeter Abstell- und Lagerfläche und einen mobilen Ladekran für das Umheben der Container vom Lkw auf die Güterwagen. Fünf neue Arbeitsplätze wurden eingerichtet.

In einer zweiten Ausbaustufe sollen ein weiteres Ladegleis, ein Abstellgleis und ein zweites Umschlaggerät hinzukommen. Geplant ist ferner der Aufbau eines Portalkrans mit 50 Metern Spannweite als dritter Bauabschnitt.

Zum Tage

Von Peter Lenz

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