Verhaltene Reaktionen auf Überlegungen für Projekt im Bad Hersfelder Schildepark

Comeback für die Hotel-Idee

Im östlichen Teil des Schildeparks, gegenüber von „Fenster-Paradies“ und Seilerweg, könnte der Standort für den Neubau eines Hotels eingeplant werden. Die politische Diskussion über Sinn oder Unsinn eines solchen Vorhabens ist erneut entbrannt. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Idee eines Hotels im Bad Hersfelder Schildepark ist nicht neu. Sie stammt aus frühen Planungs-Varianten, stellte eine denkbare Nutzung für das alte Verwaltungsgebäude dar, wurde dann aber ad acta gelegt. Als die Hotel-Idee in der vergangenen Woche unversehens in einer Beschlussvorlage aus dem Technischen Rathaus wieder auftauchte, vertagte sich der zuständige Ausschuss zwar mangels fundierter Informationen auf die nächste Sitzung, doch die Diskussion war wieder im Gange.

Als Erster begrüßte der SPD-Stadtverordnete Dr. Thomas Handke derartige Überlegungen, der SPD-Ortsverein Kalkobes schloss sich freudig an. Argumentiert wurde mit der räumlichen Nähe der Schilde-Halle, in der künftig Kongresse und Veranstaltungen stattfinden sollen.

„Das ist vielleicht nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint,“ meint jedoch der Bad Hersfelder Hotelier Achim Kniese, der unter anderem die Hotels Zum Stern, am Kurpark und Thermalis betreibt. Knieses Zurückhaltung ist im bislang noch fehlenden Konzept für die Vermarktung der Veranstaltungshalle begründet. Das wird derzeit von Hallen-Managerin Anne Groß erarbeitet und Mitte Mai vorgelegt werden.

Außerdem verweist der Hotelier darauf, dass Bad Hersfeld mit der Stadthalle bereits über eine komplett ausgestattetes Kongresszentrum verfüge. Im Übrigen sei er bei diesem Thema jedoch jederzeit gesprächsbereit, versicherte Kniese.

Auch Kurdirektor Christian Mayer, der die Stadt beim Werben um Übernachtungsgäste nach der ausgezeichneten Jahresbilanz 2011 gut aufgestellt sieht, mag sich ohne weitergende Untersuchungen zu einem solchen Vorhaben nicht konkret äußern. Allerdings: Wenn ein Hotel gebaut werden soll, dann plädiert Mayer für eine international oder zumindest bundesweit vertretene Kette als Betreiber.

Der Stadtverordnetenausschuss für Stadtplanung und Umwelt, der die Vorlage zur Änderung des Bebauungsplanes nicht behandeln wollte, macht sich vor seiner Mai-Sitzung im Schildepark erst einmal selbst ein Bild. Denn hier geht es nicht nur um den Standort für ein Hotel, sondern im westlichen Teil der Anlage auch um die Flächen für einen neuen Kindergarten sowie für drei Stadtvillen.

Von Karl Schönholtz

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